Tiroler Homo-Paare müssen im Büro heiraten

Keine besonderen Orte für die Eintragung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften gibt es in Tirol. „Ein Paragraf sagt, dass die Zeremonie in den Amtsräumen der zuständigen Bezirksverwaltungsbehörden stattfinden muss“, erklärt Martin Plunger, Leiter der Abteilung Staatsbürgerschaft im Land Tirol. Also fällt Innsbrucks Wahrzeichen, das Goldene Dachl, als Ort für den gleichgeschlechtlichen Ringtausch aus.

Das Interesse an Eingetragenen Partnerschaften für Lesben und Schwule ist im heiligen Land sowieso gering: Lediglich in der Stadt Innsbruck gebe es drei „konkrete Anfragen“. „Es wird so gehandhabt, wie es im Gesetz steht“, unterstrich Plunger. Man werde die Eintragung der Partnerschaft aber „wie jedes andere Verwaltungsverfahren freundlich und feierlich“ vollziehen. Besondere Räumlichkeiten dafür sind aber weder in der Stadt Innsbruck noch in den anderen acht Bezirken Tirols vorgesehen – geheiratet wird also in den Amtsräumen.

Und auch das kann noch dauern: Wie bei einer Heirat wird auch bei gleichgeschlechtlichen Partnerschaften die Fähigkeit zum Eingehen einer Partnerschaft von der Behörde geprüft. Die Zeremonie gebe es erst, wenn alles geprüft sei, so Plunger gegenüber dem ORF Tirol. Was in der Praxis heißt: Vor Ende Jänner wird es in Tirol wahrscheinlich keine Eingetragenen Partnerschaften geben.

Links zum Thema

  • homoehe.GGG.at: Alle Infos zur Eingetragenen Partnerschaft auf GGG.at