[Video] ‚Project Homophobia‘: Kurzfilm feiert Weltpremiere

Am Freitag um 21.00 Uhr hat im Wiener Gartenbaukino ein besonderer Kurzfilm seine Galapremiere: „Project Homophobia“ ist ein Projekt von Gregor Schmidinger, in dem der junge österreichische Regisseur die Geschichte von Michael, einem jungen Soldaten im österreichischen Bundesheer, erzählt.

Dieser verliebt sich in seinen Kameraden Raphael – an der Schwelle zum Erwachsenwerden, isoliert von Familie und Freunden, ohne Privatsphäre und in einer übermaskulinen Umgebung. Er kommt mit diesen Gefühlen nicht zurecht, der Konflikt spitzt sich zu: Es ist ihre letzte Nacht an der burgenländischen Grenze, sozial isoliert und mit geladenen Waffen.

Der Idee für den Film kam Schmidinger nach dem Selbstmord von Jamey Rodemeyer. Der junge Bisexuelle hatte im Mai noch ein Video für die US-Kampagne “It Gets Better” aufgenommen, jedoch einige Monate später seinem Leben ein Ende gesetzt, da er mit dem Mobbing nicht mehr fertig wurde.

Bemerkenswert auch die Art der Finanzierung: Schmidinger hat für „Project Homophobia“ die Community angezapft – und das Geld für den Film mit einer Crowd-Sourcing-Kampagne aufgestellt. Mehr als 8.000 Dollar Produktionskosten konnten so finanziert werden. Ein weiterer Teil der Finanzierung kam durch den „Queeren Kleinprojektetopf“ der Stadt Wien.

Karten für die Premiere sind noch erhältlich – es gibt „normale“ Tickets um 5 Euro und spezielle Unterstützerkarten um 20 Euro. Darin ist ein reservierter Sitzplatz und ein Willkommensgetränk inkludiert.

Nach gibt es unter dem Titel „Homophobia Is Not Invited“ ein Meat Market spezial als Premierenparty zum Film.

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