17 HIV-Neudiagnosen in Vorarlberg

In Vorarlberg wurden im letzten Jahr 17 neue HIV-Diagnosen gestellt. Das gab die Aidshilfe des westlichsten Bundeslandes in ihrer Bilanz bekannt. Damit liege die Zahl der neu entdeckten Diagnosen im langjährigen Durchschnitt.

Nicht verändert hätten sich auch die Vorurteile, denen HIV-Positive im Ländle ausgesetzt sind, erklärte Aidshilfe-Betreuerin Petra Gabl bei einer Pressekonferenz: Ihr Alltag sei immer noch von Diskriminierung bestimmt.

Die Aidshilfe Vorarlberg versucht hier, die Vorurteile durch Information abzubauen und so auch Präventionsarbeit zu leisten. So hat es im letzten Jahr insgesamt 124 Informations-Veranstaltungen, Workshops, Weiterbildungen für Mitarbeiter von Institutionen, Infostände und Infoaktionen gegeben.

Rund 70 Veranstaltungen fanden dabei im Rahmen der Jugendprävention an Schulen statt. Schwerpunkt waren dabei die Neuen Mittelschulen. Im Bereich Erwachsenen- und Berufsgruppenprävention wurden insgesamt elf Veranstaltungen abgehalten, so Geschäftsführerin Renate Fleisch.

Und auch die HIV-Tests bei der Aidshilfe Vorarlberg werden in Anspruch genommen: So ließen sich im letzten Jahr 634 Menschen testen, davon 391 Männer und 243 Frauen. Die größte Gruppe der Getesteten sind im Ländle Heterosexuelle: Sie waren mit 537 Tests die Mehrheit. Die restlichen Tests verteilen sich auf 46 Homosexuelle und 27 Bisexuelle. 24 Personen machten beim Test keine Angabe auf ihre sexuelle Orientierung.

Gleichzeitig mit dem HIV-Test kann die Aidshilfe Vorarlberg die Betroffenen auch auf Hepatitis C und Syphilis testen. Von den 237 Hepatitis-C-Tests waren 13 positiv, bei den 131 Syphilis-Tests gab es ein positives Ergebnis.

Bisher wurde in Vorarlberg bei 146 Menschen eine HIV-Infektion festgestellt, 78 von ihnen sind gestorben. Aktuell betreut die Aidshilfe Vorarlberg 144 Personen im Alter von neun bis 89 Jahren. Die Möglichkeit eines anonymen Tests gibt es Dienstag und Donnerstag nachmittags in den Räumlichkeiten der Aidshilfe.

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