„To Hell with Tunten und Lesben“: Anschlag auf HOSI Salzburg

Das Zentrum der HOSI Salzburg in der Gabelsbergerstraße wurde Ziel eines homophoben Anschlags: Unbekannte sprühten mit schwarzer Farbe „To Hell with Tunten und Lesben“ auf die Fassade der Räumlichkeiten. Einschüchtern lässt sich die HOSI Salzburg dadurch allerdings nicht.

„Ein Grund mehr, weiter und noch stärker für unsere Community da zu sein!“, kommentiert die Salzburger LGBT-Organisation auf Facebook den feigen Anschlag der „homophoben Vandalen“.

Homophobe Anschläge sind in der Stadt Salzburg leider keine Seltenheit: So wurden die Regenbogenfahnen, die anlässlich des „Internationalen Tages gegen Homophobie und Transphobie“ auf der Staatsbrücke im Herzen der Mozartstadt gehisst werden, regelmäßig von Vandalen heruntergerissen. Im April 2014 haben Unbekannte mit einem Paintball-Gewehr auf das Zentrum der HOSI Salzburg drei Schüsse abgefeuert. Dabei kamen glücklicherweise keine Personen zu Schaden.

Und auch Grafitti-Attacken auf LGBT-Einrichtungen kommen in Österreich immer wieder vor: So wurde dieses und letztes Jahr die Rosa Lila Villa auf der Linken Wienzeile mit homophoben Parolen auf serbisch besprüht.

Die HOSI Salzburg ist die älteste und größte Organisation für sexuelle Minderheiten im Bundesland. Zu ihren Aktivitäten gehören unter anderem das beliebte „HOSI-Fest“, Jugendberatungen, Vereinsabende, Veranstaltungen für verschiedene Teile der Community, HIV-, Hepatitis- und Syphilis-Tests und die Herausgabe eines eigenen Magazins.

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