Zahl der neu entdeckten HIV-Infektionen in Österreich bleibt stabil

Red Ribbon
Archiv

Die Zahl der neu entdeckten HIV-Infektionen in Österreich bleibt stabil. In den ersten neun Monaten des Jahres gab es 342 bestätigt positive Befunde, wie die Aids Hilfe Wien bestätigt.

Damit könnte sich die Zahl der neu entdeckten Infektionen für das gesamte Jahr 2015 zwischen den Werten der beiden letzten Zahlen einpendeln. Die genaue Zahl wird Anfang 2016 bekanntgegeben. Im Jahr 2013 wurden 481 neue HIV-Infektionen entdeckt, letztes Jahr waren es 403. Das sind etwas weniger als in den Jahren zuvor: 2011 gab es in ganz Österreich 525 neu entdeckte HIV-Infektionen, ein Jahr darauf wurden 523 positive Befunde erstellt.

Wien Spitzenreiter bei neu entdekten Infektionen

Am meisten Neuinfektionen wurden mit Abstand in Wien diagnostiziert: Hier bekamen 183 Menschen eine positive Diagnose. Danach folgt Tirol mit 30 neuen Diagnosen vor Salzburg mit 29. In Oberösterreich und der Steiermark wurden jeweils 28 neue HIV-Diagnosen gestellt.

Die Zahlen sind kein Grund zur Entwarnung: „Anhand obengenannter Zahlen wird deutlich, dass in Österreich mehr als eine HIV-Neudiagnose pro Tag gestellt wird“, so die Aids Hilfe Wien. Um den Kampf gegen HIV zu gewinnen, sind aber mehr Anstrengungen nötig.

Aids Hilfe Wien bietet niederschwellige Tests an

Die Aids Hilfe Wien bietet deshalb auch niederschweflige Testangebote an, zum Beispiel jeden Mittwoch bis 20.00 Uhr im „Hard On“ in der Hamburger Straße, mitten in der Szene. Das Ziel: Neuinfektionen frühzeitig erkennen und therapieren. Denn: „Je mehr HIV-positive Menschen eine effiziente Therapie einnehmen, desto weniger Neuinfektionen finden statt. Deshalb unser Appell: Testen lassen, Bescheid wissen und, wenn notwendig, frühzeitig mit einer Therapie starten!“, erklärt Philipp Dirnberger, Geschäftsführer der Aids Hilfe Wien.

Rechtzeitig über eine mögliche Infektion bescheid zu wissen verbessert auch langfristig die Lebensqualität der Betroffenen: „Ein rechtzeitiger Therapiestart ermöglicht Menschen mit HIV/Aids eine bessere Prognose und eine hohe Lebensqualität“, so Dirnberger weiter.