Adidas will auch nach einem Outing hinter seinen Athleten stehen

Schwule, lesbische, bisexuelle und transgender Sportler, die sich outen wollen, haben einen starken Partner: Der deutsche Sportartikelkonzern Adidas sichert den Athleten vertraglich zu, sie nach einem Coming Out nicht zu feuern.

Das hat Adidas-Finanzchef Robin Stalker am Rande der Konferenz „Team Pride: Levelling the LGBT Playing Field“, die in London stattfand, angekündigt. So soll es in den Sportler-Verträgen des Konzerns künftig heißen: „Adidas würdigt und steht hinter dem Diversity-Prinzip als Teil der Philosophie der Adidas-Gruppe. Deshalb garantiert Adidas, dass dieser Vertrag nicht gekündigt oder geändert wird, falls sich ein Athlet als Mitglied der LGBT-Community outet.“

Adidas war einer der Sponsoren der Konferenz.

Es ist nicht das erste Mal, dass Adidas sich zu den Rechten sexueller Minderheiten bekennt: Im Jahr 2014 trat der Konzern als erstes Unternehmen der Berliner Erklärung gegen Homophobie im Sport bei. Beim „Corporate Equality Index 2016“, mit der die US-Bürgerrechtsorganisation Human Rights Campaign (HRC) die homo-freundlichsten Firmen bewertet, erreicht Adidas als eines von wenigen deutschen Unternehmen ein Rating von 100 Prozent – was die Firma zu einem vorbildlichen Arbeitnehmer für Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender macht.

Der im fränkischen Herzogenaurach beheimatete Spotrartikelkonzern Adidas hat einen Jahresumsatz von etwa 15 Milliarden Euro. Damit ist er hinter Nike weltweit die Nummer zwei.