Zweimal zwölf Punkte pro Land: Songcontest ändert Punktevergabe

Die Punktevergabe beim Eurovision Song Contest ändert sich drastisch: Künftig werden die Punkte von Jury und Zuschauern getrennt vergeben, jedes Land vergibt damit insgesamt 24 Punkte. Premiere hat das System dieses Jahr in Stockholm. Die Eurovision verspricht sich davon mehr Spannung.

Wie ORF.at auf seiner Songcontest-Website berichtet, werden nach dem Publikumsvoting die Sprecher der 43 Teilnehmerländer die Ergebnisse des Juryvotings präsentieren. Verkündet wird dabei nur, wer 12 Punkte bekommen hat, die restlichen Punkte werden lediglich eingeblendet. Für Österreich wird auch 2016 Kati Bellowitsch das Ergebnis verkünden.

Dann geben die Moderatoren vor Ort, dieses Jahr also Måns Zelmerlöw und Petra Mede, die Summe aller Televoting-Ergebnisse bekannt. Begonnen wird dabei mit jenem Land, das am wenigsten Stimmen von den Jurys bekommen hat. Aus welchem Land wie viele der Punkte kommen, verraten die Moderatoren nicht, diese Daten werden im Anschluss im Internet veröffentlicht.

Mit der Änderung soll die Punktevergabe – und damit der Höhepunkt der Show – spannender werden: Denn da der Kandidat mit den meisten Jurypunkten die Zuschauerpunkte als letzter erhält, soll die Spannung bis zum Schluss erhalten bleiben. Außerdem soll die Abstimmung so transparenter gestaltet werden.

In der Reference Group und der EBU wurde das neue Verfahren, das seit Jahren diskutiert wurde, einstimmig beschlossen. „Die neue Art der Präsentation ist ein großer Schritt hin zu einer besseren Fernsehshow und einem spannenderen Wettbewerb“, ist auch Jon Ola Sand, Executive Superviser der EBU, von dem neuen Verfahren überzeugt.

Wäre dieses Verfahren schon beim Song Contest in Wien eingeführt worden, hätte Österreich auch einige Punkte bekommen: Mit 26 Punkten wären die Makemakes noch vor Spanien, Deutschland, Frankreich und Großbritannien „nur“ auf dem fünftletzten Platz gelandet, gewonnen hätte ebenfalls mit großem Vorsprung Schweden.

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