Wie eine schwule Armee-Hochzeit die Welt erobert

Ein Hochzeitsbild geht um die Welt: Letzten Donnerstag gratulierte „The American Military Partner Association“ Specialist Shane Adriano und Private first class Tristian Resz auf Facebook zur Vermählung. Die beiden Männer hatten sich in Uniform vor ein paar Freunden und Angehörigen in einem Gerichtssaal in Springfield im US-Bundesstaat Missouri das Ja-Wort gegeben.

Und das Bild verbreitete sich rasant: Bis jetzt wurde es fast 1.900 Mal geteilt, fast 7.000 Facebook-Usern gefiel das Posting und unzählige Medien berichteten über das Foto und das glückliche Paar. „Die Mehrheit der Menschen, die unser Foto kommentierten, taten das, weil sie stolz sind, wie weit es beim Militär gekommen ist, zitiert der „Springfield News Leader“ Resz.

Denn das Bild zeigt deutlich den Wandel des US-Militärs im Umgang mit schwulen und lesbischen Angehörigen: Vor fünf Jahren wurde die „Don’t Ask, Don’t Tell“-Regelung aufgehoben. Unter ihr wären solche Bilder unmöglich gewesen, sie hätten zu einer sofortigen unehrenhaften Entlassung der Soldaten geführt. Nun gehören gleichgeschlechtliche Hochzeiten in der Galauniform offenbar schon zum US-amerikanischen Alltag.

Das ist auch ein Verdienst der „American Military Partner Association“: Die in der Hauptstadt Washington ansässige Organisation ist die größte Vereinigung, die sich für die familiären Belange von gleichgeschlechtlichen Partnern in der Armee einsetzt.