20 Jahre Grüne Andersrum: Eine Erfolgsgeschichte

Die Grünen Andersrum feiern dieses Jahr ihren 20. Geburtstag: „Grüne Andersum sind seit 20 Jahren ein fester Bestandteil der Grünen. Wir können auf viele Erfolge zurückblicken, sind jedoch noch immer weit entfernt von einer Gleichstellung, Diskriminierungen gegen LGBTI sind noch immer weit verbreitet“, freut sich Ewa Dziedzic, Bundesrätin und neue Bundessprecherin der Gruppe, anlässlich des 20-Jahr-Jubiläums.

Das Jahr 1996 war für die österreichische Community in vielen Bereichen ein Meilenstein: Die erste Regenbogenparade fand statt, zum ersten Mal gab es das Festival „Wien ist andersrum“ – und die Grünen Andersrum wurden auf Bundes- und Wiener Landesebene gegründet. Mittlerweile haben die Grünen in allen Bundesländern eine LGBT-Teilorganisation.

Und diese kann ihre Erfolge durchaus sehen lassen: Zwei Jahre nach der Gründung, im Jahr 1998, wurde mit der Antidiskriminierungsstelle der Stadt Wien (WASt) eines der ersten rot-grünen Projekte verwirklicht.

Bekanntestes Mitglied der Grünen Andersrum ist wohl Ulrike Lunacek. Die ehemalige Bundessprecherin schaffte 1999 als erste offen lesbische Kandidatin den Sprung in den Nationalrat. Heute ist die gebürtige Niederösterreicherin Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments (EP) und eine der Vorsitzenden der LGBT-Intergroup im EP.

Für das Jubiläumsjahr sind viele Aktionen, neue Schwerpunkte und bundesländerübergreifende Projekte geplant. „Wir werden das 20jährige Bestehen ausgiebig feiern und zugleich lautstark unsere Forderungen erneuern. Der Einsatz für Menschenrechte ist auch 2016 von immenser Bedeutung. Wir fordern von der Bundesregierung eine aktive politische Gestaltung und nicht das Abwarten von Höchstgerichtsurteilen“, so Dziedzic.

Zu den Schwerpunkten, die die Grünen Andersrum in ihrem Jubiläumsjahr setzen wollen, gehören unter anderem die weitere Unterstützung der Initiative „Ehe gleich“, die sich für eine Öffnung der Ehe einsetzt, und der Einsatz für LGBT-Flüchtlinge in Österreich.