Gery Keszler freut sich auf seinen ersten Auftritt bei ‚Dancing Stars‘

Premiere für Gery Keszler: Der Vater des Life Ball wechselt die Bühne am Rathausplatz mit dem Ballroom im ORF-Zentrum. Er hat heute seinen ersten Auftritt in der ORF-Show „Dancing Stars“.

Ab 20.15 Uhr tanzen in der ersten Live-Show der 10. Staffel auf ORF eins die Promi-Männer zum ersten Mal. Seine heutigen Konkurrenten sind somit der ehemalige Schispringer Thomas Morgenstern, „Russkaja“-Sänger Georgij Makazaria, Lotto-Moderator Thomas May und der ehemalige Kickboxer Fadi Merza.

Keszler tanzt zu den Scissors Sisters

In der heutigen Sendung tanzt Gery Keszler einen Cha-Cha-Cha – passenderweise zu „I Don’t Feel Like Dancing“ von den Scissors Sisters, deren Sänger Jack Shears 2007 auf dem Life Ball zu Gast war. Partnerin von Keszler ist die Profi-Tänzerin Alexandra Scheriau.

„Ich bin völlig entspannt. Das Tanzen entspannt, auch wenn es natürlich Lampenfieber gibt. Ich denke, die gesunde Mischung aus Respekt und Freude macht es aus. Im Moment überwiegt eindeutig die Freude, ich habe wahnsinnig Lust auf die Sendung. Im Vorfeld versuche ich abzuschalten, das ganze Drumherum einfach auszublenden“, verrät Keszler vor dem großen Tag: „Wir haben uns beide so gut wie möglich auf unseren Tanz vorbereitet, die Betonung liegt auf Tanz, denn wir wollen keine Show veranstalten, sondern vom ersten Takt bis zum letzten Takt einen schönen, klassischen Cha-Cha-Cha aufs Parkett legen.“

Deutliches Zeichen gegen ’soziales Aids‘

Mit seiner Teilnahme will Keszler, der sich letztes Jahr als HIV-positiv geoutet hatte, Berührungsängste gegenüber Menschen abbauen, die den Virus in sich tragen. Der erste Schritt sei, „dass die Gesellschaft einen entkrampfteren Zugang zum Thema HIV braucht“. Deshalb tanzt er jetzt bei „Dancing Stars“: Denn „Tanzen ist ein intimer Kontakt“.

Medizinisch hat sich die Lage für HIV-Positive nämlich in den letzten Jahren massiv verbessert. Was geblieben ist, ist allerdings das „soziale Aids“ – die Tabuisierung in der Gesellschaft: „Und da muss man massiv was tun. Solang sich diese Situation nicht ändert, wird man Aids auch nicht besiegt haben“, so Keszler gegenüber dem ORF.

Keszler sieht seine Teilnahme als deutliches Zeichen dafür, „dass man mit einer HIV-Infektion gut leben kann, wenn man die richtigen Maßnahmen setzt. Dass man im Alltag genauso einen Umgang mit Menschen haben kann, wie jeder andere.“

Gage kommt Aids Hilfe Wien zugute

Seine Gage wird Gery Keszler übrigens vollständig der Aids Hilfe Wien spenden. Sie kommt einem Projekt zugute, das HIV-Positiven die Wienereingliederung in den Arbeitsmarkt ermöglicht. Derzeit nehmen 41 Klienten, 14 Frauen und 27 Männer, das Angebot in Anspruch.

Wie hoch diese Gage ist, will Keszler nicht verraten. Über die Beträge, die in einigen Boulevardmedien kolportiert wurden, sagt er: „Ich schmunzel dazu und sag nichts und darf auch gar nichts sagen dazu.“