Staatschef des Senegal verspricht: Homosexualität bleibt illegal

Erneut ist ein afrikanischer Staatschef durch homophobe Kommentare aufgefallen. Diesmal der Präsident des Senegal, Macky Sall. Er hat öffentlich erklärt, homosexuellen Geschlechtsverkehr nie legalisieren zu wollen.

Die Diskussion kam auf, weil der seit 2012 regierende Sall in dem mehrheitlich muslimischen Land eine säkulare Verfassung einführen möchte. Und da die Ablehnung von Homosexualität in den meisten Staaten auf religiösen Vorgaben fußt, kritisieren seine Gegner, dass er so gleichgeschlechtliche Liebe quasi durch die Hintertüre legalisieren könnte.

Dem widerspricht der Präsident: Bei einer außerordentlichen Kabinettssitzung am Montag hat er diese Punkte angesprochen. Wie lokale Medien berichteten, erklärte Macky Sall: „Niemals unter meiner Befehlsgewalt wird Homosexualität unter der Sonne des Senegals legalisiert werden!“ Dann sagte er den Abgeordneten, sie sollten „das gute Wort“ in den religiösen Zentren des Landes verbreiten.

Homosexualität gilt im Senegal als „Akt wider die Natur“ und wird in der ehemaligen französischen Kolonie mit bis zu fünf Jahren Gefängnis und Geldstrafen bis zu umgerechnet 3000 Euro bestraft.

Und diese Bestimmungen sind kein totes Recht: Erst im Dezember wurden elf Männer verhaftet, weil man sie beschuldigt hatte, schwulen Sex gehabt zu haben.