Frau in Hamburger Schwulenbar sexuell angegriffen

In Hamburg ist eine Frau am vergangenen Wochenende in einer Schwulenbar sexuell angegriffen worden. Das berichtet die „Hamburger Morgenpost“. Demnach ereignete sich der Übergriff in der Nacht von Samstag auf Sonntag in der „WunderBar“, einer Kult-Kneipe in unmittelbarer Nähe zur Reeperbahn.

Weinende Frau offenbarte sich dem Türsteher

Dem Türsteher fiel in den frühen Morgenstunden eine junge Frau auf, die vor dem Lokal weinte. Sie sagte dem Türsteher, dass sie Opfer einer sexuellen Belästigung geworden sei. Wie die „Morgenpost“ berichtet, soll ein Mann der 25-Jährigen auf die Herrentoilette gefolgt sein und sich vor ihr ausgezogen haben. Dann soll der Mann, für den die Unschuldsvermutung gilt, versucht haben, sie zum Sex zu zwingen.

Der Türsteher rief die Polizei und suchte in dem Lokal nach dem Mann. Nachdem er ihn gefunden hatte, hielt er ihn bis zum Eintreffen der Polizei fest. Die Beamten nahmen den Mann vorläufig fest. Sie verließen das Lokal gemeinsam mit dem Opfer und drei Zeugen.

Besitzer der Bar nennen Vorfall „widerlich“

Auf Facebook sind die Besitzer der „WunderBar“ schockiert über das, was ihn ihrem Lokal geschehen ist: Der Vorfall sei „unfassbar, widerlich und verurteilenswert“. Für sie sei „jeder Eingriff in die sexuelle Integrität einer Person absolut undenkbar“, betonten sie.

„Wir als WunderBar gehen für unsere Rechte seit 25 Jahren auf die Straße und treten für unsere Freiheit, auch und gerade für die in sexueller Hinsicht, ein. Wenn nun so ein schlimmer Vorfall ausgerechnet in einer Schwulenbar erfolgt, ist es umso verabscheuenswürdiger, denn wo, wenn nicht hier, sollte sich eine heterosexuelle Frau davor sicher und gefeit fühlen können?“, heißt es in dem Facebook-Posting weiter.

Die Bar sei kein Ort für Sexismus, Rassismus oder Homophobie. Damit dies aber auch so bleiben, sind auch die Gäste des Hamburger Kult-Lokals gefordert: „Wir müssen aufeinander aufpassen und achtgeben. Und im Zweifel lieber einmal zu häufig einen Mitarbeiter, Türsteher oder aber die Polizei verständigen“, so der Aufruf der Besitzer auf Facebook.