[Video] Homo-Scherz kostet YouTuber Mert Matan viel Geld

Es war als dummer Scherz geplant – nun muss YouTuber Mert Matan die Konsequenzen seines misslungenen „Gay-Pranks“ ziehen: Der Vermarkter TubeOne Networks beendet die Zusammenarbeit mit Matan, damit verliert er Einnahmen und ein Netzwerk, das Werbung für ihn macht.

Mehr als eine Million Mal wurde das umstrittene Video von Mert Matan bereits angeklickt: Darin gesteht er seinem Vater, schwul zu sein. Dieser schlägt ihn daraufhin vor laufender Kamera – bis ihn sein lachender Sohn beruhigt und ihn beruhigt: Alles nicht wahr, er sei doch hetero.

Vermarkter beendet die Geschäftsbeziehung zu Mert Matan

Für diesen schlechten Scherz gab es jede Menge Kritik: Denn die Botschaft des Videos ist auf allen Ebenen homophob. Nun muss Mert Matan die Konsequenzen ziehen. Das Multi-Channel-Netzwerk TubeOne Networks hat bekanntgegeben, die Zusammenarbeit mit dem YouTuber zu beenden.

Multi-Channel-Netzwerke helfen den YouTubern bei der Produktion der Videos sowie dabei, aus den Zugriffen auf ihre Videos Geld zu machen und einzelne Channels miteinander zu vernetzen. Sie sind quasi für den wirtschaftlichen Erfolg der YouTube-Filmchen verantwortlich.

Mert Matan muss sich nun nach einem neuen dieser Netzwerke umsehen. Gegenüber dem Branchendienst Broadmark bestätigt Jan Rode, CEO von TubeOne Network, die Zusammenarbeit mit dem YouTuber beendet zu haben. Über die genaueren Umstände schweigt sich Rode aus.

Auch heute ist sich Matan sicher: „Ich hab‘ nichts falsch gemacht“

Dabei hat Mert Matan gestern noch versucht zurückzurudern. In einem neuen Video erklärte er, dass Homosexuelle Teil der Gesellschaft seien und weder er noch seine Familie homophob seien, auch sein Vater kam zu Wort. Doch so recht glaubhaft wollten die Erklärungen nicht wirken. Denn: „Ich hab‘ nichts falsch gemacht“, stellt der junge Mann klar und sieht sich als Opfer von Fremdenfeindlichkeit.

„Wir haben Null gegen Homosexuelle. Wir kennen ziemlich viele andere Homosexuelle. Das gibt es auch im Freundeskreis meiner Familie – nicht Bekanntschaft, aber Freundeskreis. Jeder soll das machen, was er will. Wenn jemand ’nen Baum lieben will, soll er von mir aus ’nen Baum lieben.“, erklärt Matan.

Über die Reaktion seines Vaters sagt der junge YouTuber: „Mein Vater hat nichts gegen Homosexuelle, außer dass sein Sohn vielleicht schwul sein könnte. Das gibt es bei uns in der Familie nicht, in der Kultur genauso wie in der Religion nicht. Bei uns in der Familie existiert so etwas einfach nicht. (…) Vielleicht war seine Reaktion einfach ein bisschen zu hart, aber so ist halt mein Vater. Meine Familie ist halt ein bisschen temperamentvoll.“

Er hat nichts gegen Schwule, außer…

Kurz zusammengefasst meint Mert Matan also, niemand in seinem Umfeld habe ein Problem mit Lesben und Schwulen – solange es sie nicht in der eigenen Familie gibt.

Zumindest seinem Vater dürfte der Ausraster im Video wirklich peinlich sein. Und auch, wenn Mert Matan nicht aus böser Absicht gehandelt hat – das erste Video und der Erklärungsversuch zeigen, dass er offenbar nicht verstanden hat, worum es in der Kritik wirklich geht. Nun muss er dafür die Konsequenzen tragen.