AfD-Landeschef Poggenburg gegen ‚CSD-Exzesse‘

André Poggenburg, Landesvorsitzender der rechtspopulistischen „Alternative für Deutschland“ (AfD) in Sachsen-Anhalt, sorgt mit seinen Ansichten über Lesben und Schwule für Kopfschütteln. Diese teilte er in einem Interview, das er der konservativen „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ (FAS) gab, mit dem Rest der Welt.

Poggenburg, nach dem Wahlerfolg der AfD Vorsitzender der zweitstärksten Fraktion im Landtag von Sachsen-Anhalt, betont zunächst, dass seine Partei nichts gegen Homosexuelle habe – „nur gegen die Homo-Ehe und gegen Exzesse wie auf dem Christopher Street Day“, wie ihn die FAS indirekt zitiert.

Doch mit Exzessen meint André Poggenburg nicht wilde Orgien auf den Wagen oder sexuelle Anbahnungen in den Hauseingängen entlang der Strecke. Nein: „Dass Schwule halbnackt tanzten, dürfe nicht sein“, definiert der AfD-Chef seine moralischen Grenzen sehr eng. Das Gespräch hat Markus Wehner, renommierter Berlin-Korrespondent der FAS geführt.

Es ist nicht das erste Mal, dass Poggenburg seine ablehnende Haltung gegenüber sexuellen Minderheiten öffentlich macht: In einer Diskussionssendung des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR) meinte der AfD-Vorsitzende über das Adoptionsrecht für Lesben und Schwule, „dann müsste ja Mutter Natur über 100.000 Jahre irgendwas falsch gemacht haben“.