[Video] Mann verbrüht schwules Paar mit heißem Wasser

Einer der beiden jungen Männer musste ins künstliche Koma versetzt werden

Erschreckende Tat in Atlanta im US-Bundesstaat Georgia: Weil er ein schwules Paar, das friedlich im Bett gelegen hat, verbrüht hat, muss sich der 48-jährige Martin Blackwell nun vor Gericht verantworten.

Homophobe Beleidigungen während des Angriffs

Blackwell ist wegen vorsätzlicher Körperverletzung in zwei Fällen angeklagt: Er soll auf Anthony Gooden, den Sohn seiner Freundin, und dessen 21-jährigem Freund Marquez Tolbart heißes Wasser geschüttet haben. Danach soll er sie mit den Worten „Verschwindet aus meinem Haus mit der ganzen schwulen Scheiße“ aus der Wohnung geworfen haben.

Das Paar erlitt bei dem Angriff Verbrennungen zweiten und dritten Grades auf Rücken, Hals und Armen. Gooden musste in ein künstliches Koma versetzt werden, Tolbart verbrachte zehn Tage im Krankenhaus, wo er operiert werden musste.

„Es hat am ganzen Körper gebrannt“

„Wir sind durch das kochende Wasser aufgewacht. Ich habe wie verrückt geschrien und wurde aus dem Haus geschmissen. Wir sind zu den Nachbarn gerannt und haben die Polizei gerufen“, erinnert sich Tolbart im Gespräch mit „Project Q Atlanta“: „Wir haben einfach gebrannt. Nadelstiche auf dem gesamten Körper. Es waren wirklich, wirklich heftige Stiche. Ich konnte kaum vernünftig denken.“

Der mutmaßliche Täter kann die Aufregung nicht verstehen: „Die sind zusammengeklebt wie zwei Hot Dogs, also habe ich ein bisschen heißes Wasser auf sie geschüttet und habe ihnen auseinander geholfen. Die sind schon okay, es war nur ein bisschen heißes Wasser“, so Blackwell. Er wurde ohne Kaution in Untersuchungshaft genommen.

Opfer haben noch immer Schmerzen

Um die Arzt- und Krankenhausrechnungen bezahlen zu können, hat ein Bekannter des Paares eine Spendenseite auf GoFundMe eingerichtet. Bis jetzt kamen schon 25.000 Dollar zusammen: „Das gibt dir das Gefühl, dass nicht jeder auf der Welt böse ist. Ich bin so froh, dass es da draußen Leute gibt, die sich genug kümmern, um zu helfen“, freut sich Marquez Tolbart.

An den Folgen des Angriffs leiden die beiden Männer noch immer. „Die Schmerzen lassen dich nicht schlafen. Es ist qualvoll. 24 Stunden am Tag. Sie verschwinden nicht, sie werden nicht weniger. Sie sind einfach da.“, beschreibt Tolbart dem Lokalsender WSBTV sein Leiden: „Wenn ich in der Sonne bin, tut es weh. Es ist, als ob ich wieder verbrannt werden würde.“

Für ihn war die Attacke ein Hassverbrechen: „Warum sonst würde man heißes Wasser auf jemanden schütten?“, fragt er.