Berliner Protestanten bereiten Ehe-Sengnung für homosexuelle Paare vor

Endgültiger Beschluss wird im April erwartet

Marienkirche Berlin
Andi Oisn/Wikimedia - CC BY-SA 3.0

Die Vorbereitungen zur Durchführung von Traugottesdiensten in der evangelischen Kirche von Berlin, Brandenburg und der schlesischen Oberlausitz schreitet voran: Das Thema steht auf der Tagesordnung der Landesfrühjahrssynode, die Anfang April tagen soll.

Letztes Jahr wurde auf der Synode beschlossen, bei der diesjährigen Versammlung die Traugottesdienste für gleichgeschlechtliche Partnerschaften und Ehepaare liturgisch und kirchenrechtlich gleichzustellen. Damit würde auch das Ja-Wort schwuler und lesbischer Paare in den Kirchenbüchern beurkundet werden.

Ehe-Öffnung ist das Ergebnis eines leidenschaftlichen Diskussionsprozesses

In den letzten Monaten wurde die Gleichstellung in der evangelischen Landeskirche leidenschaftlich diskutiert. Bischof Markus Dröge sagte, er sei für diesen Konsultationsprozess dankbar. Es sei gut gewesen, den Beschluss der Synode 2015 nicht gleich umzusetzen, „so dass jetzt alle mitgenommen werden können“.

Nach den Terroranschlägen in Brüssel stehe das Osterfest dieses Jahr im Zeichen des Leidens und der Hoffnung: „Wir feiern Ostern in der Hoffnung, dass das Leben siegen wird, nicht der Hass“, so das Oberhaupt der Berliner Landeskirche. Angst sei ein schlechter, Hoffnung ein guter Begleiter, betont Dröge.