Los Angeles: Vater erschießt Sohn, weil er schwul ist

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Ein brutales Hassverbrechen dürfte sich letzten Dienstag im Bezirk Los Angeles ereignet haben: Der 69-Jährige Shehada Khalil Issa soll seinen 29 Jahre alten Sohn Amir erschossen haben, weil er schwul war. Auch die Ehefrau des mutmaßlichen Mörders wurde tot aufgefunden.

Der Mann wurde festgenommen und am Freitag angeklagt. „Die Anschuldigung enthält den Vorwurf, dass der Angeklagte persönlich und absichtlich eine Flinte entladen hat, was zu schweren Verletzungen am Körper und schließlich zum Tod geführt hat“, heißt es in der Anklageschrift. Die Anklageerhebung ist für den 11. April geplant.

Der Mord war offenbar trauriger Höhepunkt eines Familiendramas, bei dem noch viele Details und Hintergründe unklar sind: Im Haus des mutmaßlichen Täters fanden die Beamten außerdem die Leiche der Ehefrau. Sie wurde Medienberichten zufolge erstochen. Die Ermittlungen in diesem Fall sind noch nicht abgeschlossen.

Der Verdächtige sagte der Polizei, dass er seinen Sohn in Notwehr erschossen habe, nachdem er die Leiche seiner Frau entdeckt habe und ihn sein Sohn selbst mit dem Messer angegriffen habe. Allerdings haben die Beamten in der Nähe des Opfers kein Messer gefunden.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft drohte der Vater seinem Sohn schon in der Vergangenheit häufiger damit, ihn wegen seiner Homosexualität umzubringen. Deshalb wird auch wegen eines Hassverbrechens ermittelt. Bei einer Verurteilung droht dem Mann lebenslange Haft.