Wegen Regenbogenflagge: Mann in Saudi-Arabien verhaftet

In Saudi-Arabien ist ein Mann von der Religionspolizei festgenommen worden, weil er auf einem drei Meter hohem Mast eine Regenbogenfahne gehisst hatte. Dabei war ihm die Bedeutung der Flagge nicht einmal bekannt.

Wie lokale Medien berichten, soll der Arzt aus der Stadt Jeddah die Flagge in einem Online-Shop bestellt haben, weil einem seiner Kinder die Farben so gut gefallen hatten. Nachdem er sie er erhalten hatte, hisste er sie vor seinem Wohnhaus. Dass es sich dabei um das internationale Symbol der Lesben- und Schwulenbewegung handelte, war ihm nicht bekannt.

Das wusste allerdings die berüchtigte „Behörde für die Verbreitung von Tugendhaftigkeit und Verhinderung von Lastern“, besser als Religionspolizei bekannt. Sie nahmen den Mann vorläufig fest. Er wurde erst gegen Zahlung einer Kaution freigelassen, nachdem er sich verpflichtet hatte, die Flagge zu entfernen.

„Unzüchtiges Verhalten“, zu dem in Saudi-Arabien auch Homosexualität zählt, wird in dem arabischen Land scharf verfolgt. Im Extremfall droht auf Homosexualität die Todesstrafe. Die Religionspolizei hat dabei auch das Recht, ohne richterlichen Beschluss in Wohnungen einzudringen.