SoHo-Antrag für LGBT-Flüchtlingsheime bei Landesparteitag

In Nürnberg und Berlin gibt es sie schon, die Niederlande wollen sie einrichten: Spezielle Einrichtungen für schwule, lesbische, bisexuelle und transgender Flüchtlinge. Diese werden in herkömmlichen Flüchtlingsheimen oft weiter schikaniert. Nun will die sozialdemokratische LSBTI-Organisation SoHo auch in Wien eine besondere Betreuung für diese Gruppe.

Sie bringt am Samstag einen entsprechenden Antrag beim Landesparteitag der Wiener SPÖ ein. „Lesbische, schwule, Trans- und Inter-Flüchtlinge sind oft in einer besonders prekären Lage und werden auf vielfache Weise ausgenutzt und diskriminiert“, heißt es in dem Antrag. Deshalb sei es notwendig, „Räume und Strukturen zu schaffen, in denen sie geschützt sind“. Entsprechende Wohngruppen sollen von Organisationen der Zivilgesellschaft aufgebaut werden.

Die Rosa Lila Villa hat deshalb bereits ein Wohnprojekt für LGBT-Flüchtlinge auf die Beine gestellt. Doch die Kapazitäten reichen nicht – deshalb der Antrag der SoHo. Ob er von den Delegierten angenommen wird, entscheidet sich am Samstag.