IS bringt erneut schwulen Mann um

Berichten zufolge hat die Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) wieder einen Mann umgebracht, weil er schwul gewesen sein soll. Eine Bilderserie, die vor drei Tagen veröffentlicht wurde, soll zeigen, wie zwei Henker einen Mann im irakischen Tal Afar von einem mehrstöckigen Gebäude in den Tod stürzen.

Eine unabhängige Bestätigung des Vorfalls gibt es nicht. Ein Gericht der Terrormiliz in Ninive soll den Mann für schuldig befunden haben, einen anderen Mann „sodomisiert“ zu haben, berichten Quellen des „Islamischen Staats“.

Nähere Informationen dazu gibt es nicht – nur eine Serie von Bildern, die ebenfalls über das Netzwerk der Terroristen verbreitet wurden. Wie andere deutschsprachige Medien verzichtet GGG.at deshalb darauf, diese Fotos zu zeigen.

Den Fotos zufolge sah eine Gruppe von Menschen der „Hinrichtung“ des Mannes durch den Islamischen Staat zu. Im Publikum waren auch etliche Kinder. Ein Bild des Opfers nach dem Sturz wurde nicht veröffentlicht.

In den letzten Jahren hat die Terrororganisation unzählige Männer getötet, weil sie homosexuell gewesen sein sollen. Die genaue Zahl der Opfer ist unklar: Das Syrian Observatory for Human Rights schätzte Anfang des Jahres, dass allein auf syrischem Gebiet mindestens 25 Männer wegen mutmaßlicher Homosexualität getötet wurden.

In der Regel werden sie nach dem Todesurteil eines IS-Gerichtes von einem Hochhaus in den Tod gestürzt. Überleben sie den Sturz, werden sie von den Zusehern gesteinigt. Bilder und Videos von den Taten nützen die Terroristen für ihre Propaganda. Unabhängige Prozesse oder Bestätigungen gibt es dabei nicht.