Zu schwul? Israels Song-Contest-Teilnehmer durfte nicht nach Russland

Der diesjährige Teilnehmer Israels beim Eurovision Song Contest, Hovi Star, wurde am Flughafen in Moskau das Opfer einer homophoben Attacke durch die russische Polizei.

Star reiste nach Moskau, um dort seine Single „Made of Stars“ zu bewerben. Doch bei der Passkontrolle bekam der Sänger Probleme. „Sie haben mir gesagt, ich kann nicht einreisen, sie haben sich meinen Reisepass angesehen, sie haben mir meinen Reisepass weggenommen. Es ist faszinierend, dass dies in der Eurovisions-Blase passiert ist, weil mein Song ‚Made of Stars‘ von Gleichberechtigung handelt“, so Hovi Star im Gespräch mit dem Maltesischen Fernsehen TVM.

Warum der israelische Künstler nicht nach Russland einreisen konnte, weiß er nicht: „Vielleicht haben die Menschen in Moskau keine guten Erfahrungen mit Menschen wie mir: Vielleicht, weil ich schwul bin, vielleicht, weil ich mich so anziehe, vielleicht, weil ich Make-Up trage – ich weiß es nicht.“

Hovi Star sieht dieses Erlebnis als „Lehrstunde“, das er nicht persönlich nehme. Den russischen Teilnehmer Serjei Lazarow und Russland selbst mag er, betont Star. „Das war keine nette Erfahrung, wir leben, lernen, machen weiter, lächeln und geben jedem freie Liebe“, erklärt der israelische Teilnehmer seine Lebensphilosophie.

Eine offizielle Stellungnahme der russischen Behörden oder des Flughafens zu dem Vorfall gibt es nicht.