Britisches Außenministerium warnt Lesben und Schwule vor Reisen in die USA

Das britische Außenministerium warnt schwule und lesbische Staatsbürger vor Reisen in den Süden der Vereinigten Staaten von Amerika. Grund dafür sind die homo- und transphoben Gesetze, die in einer Reihe von US-Bundesstaaten verabschiedet wurden.

In der letzten Aktualisierung der offiziellen Reisehinweise warnt das britische Außenamt unter der Rubrik „lokale Gesetze und Gebräuche“: „Die Vereinigten Staaten sind eine sehr vielfältige Gesellschaft und das Verhalten gegenüber LGBT-Personen variiert landesweit stark. LGBT-Reisende könnten von Gesetzen betroffen sein, die kürzlich in den Staaten North Carolina und Mississippi verabschiedet wurden.“

Die Reisewarnung kommt zu einer diplomatisch heiklen Zeit: Präsident Barack Obama und seine Frau Michelle bereiten sich gerade auf ihren Abschiedsbesuch in Großbritannien vor. Dabei werden sie auch Queen Elizabeth zu ihrem 90. Geburstatag gratulieren.

Für die beiden Bundesstaaten ist die Reisewarnung der Briten ein weiterer Schlag ins Gesicht: Denn die Gesetze, die die Rechte von Lesben, Schwulen und Transgendern beschneiden, haben bereits schwerwiegende wirtschaftliche Konsequenzen.

So haben etliche Firmen angekündigt, keine zusätzlichen Arbeitsplätze mehr in den beiden Bundesstaaten zu schaffen. Auch die amerikanische Architektenkammer hat gestern angekündigt, ihre Hauptversammlung nicht wie geplant in North Carolina abzuhalten.

Links zum Thema