‚Grenzen überwinden‘: Das Motto der diesjährigen Regenbogenparade

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HOSI Wien

Am Samstag, dem 18. Juni, wird die Regenbogenparade zum 21. Mal über die Wiener Ringstraße ziehen. Statt dem traditionellen „Pride Village“ am Rathausplatz gibt es ab Donnerstag den „Regenbogenpark“ vor der Votivkirche, der wie die Parade ebenfalls von der HOSI Wien organisiert wird. Das Motto für beide Veranstaltungen lautet „Grenzen überwinden“.

Dieses Motto „könnte aktueller nicht sein“, betont Lui Fiedelsberger, Obfrau der HOSI Wien. Gemeint sei damit aber nicht nur das Flüchtlingsthema: „Denn es gibt und gilt allerlei Grenzen zu überwinden, nicht nur geografische – etwa Grenzen der Geschlechter, der Geschlechtsidentität und auch ganz allgemein philosophisch: des Denkens.“ Das alles solle in den Beiträgen zur Regenbogenparade aufgegriffen werden, wünschen sich die Veranstalter.

Denn die Regenbogenparade sei trotz der ausgelassenen Stimmung „ein wichtiges politisches Zeichen für Gleichstellung, die Einhaltung von Menschenrechten und für die Sichtbarkeit der Vielfalt von Lebensweisen und Liebesformen, des Spektrums an Geschlechtsidentitäten und der Diversität der Community“, betont HOSI-Wien-Obmann Christian Högl: „Insbesondere Gruppen, die sonst weniger sichtbar sind, sind herzlich dazu eingeladen, die Regenbogenparade als Plattform zur Präsentation und zum Transport von Forderungen zu nutzen.“ Die nicht-gewerbliche Teilnahme an der Parade ist wieder kostenlos, Anmeldeschluss ist der 30. Mai.

Regenbogenpark als Premiere

Dieses Jahr bietet die Parade auch eine ungeplante Premiere: Der „Regenbogenpark“, der am Donnerstag, dem 16. Juni, startet, ist die Alternative zum „Pride Village“: Der Rathausplatz stand dieses Jahr nicht zur Verfügung, da dort das Public Viewing für die Fußball-Europameisterschaft stattfindet. Der Verein „Vienna Pride“, der das Pride Village veranstaltet, sagte daraufhin die Organisation ab. Die HOSI Wien entschied sich daraufhin, selbst eine Veranstaltung rund um die Parade zu organisieren.

Der „Regenbogenpark“ zwischen Votivkirche und Schottentor wird Info- und Gastrostände und eine große Bühne bieten. Dort werden neben internationalen Live-Acts auch DJ-Lines für Unterhaltung sorgen. Am Samstag wird es vor der Parade wieder ein Warm-up und danach eine Abschlusskundgebung, die „Celebration“, geben.