Alexander Van der Bellen ist Bundespräsident

Innenminister Wolfgang Sobotka verkündet Wahlergebnis

Alexander Van der Bellen
Van der Bellen 2016

Alexander Van der Bellen ist österreichischer Bundespräsident. Er konnte 50,3 Prozent aller Stimmen für sich gewinnen. Damit hat er sich in einem Herzschlagfinale gegen seinen Gegenkandidaten durchgesetzt. Der Freiheitliche Kandidat Norbert Hofer hat seine Niederlage bereits über Facebook eingestanden. Dem offiziellen Wahlergebnis zufolge beträgt der Vorsprung nur etwa 30.000 Stimmen.

Mit Alexander Van der Bellen zieht ein betont LGBT-freundlicher Kandidat in die Hofburg ein. So hat er die parlamentarische Bürgerinitiative „Ehe gleich“ unterzeichnet und angekündigt, Teil des Kuratoriums sein, welches die Arbeit des Rechtskomitee Lambda (RKL) unterstützt.
Auch in seiner Zeit als Parteichef der Grünen hat sich Alexander Van der Bellen wiederholt für die Rechte von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender eingesetzt. Schon früh setzte sich Alexander Van der Bellen für die völlige Gleichstellung von Lesben und Schwulen im Eherecht ein: „Wenn zwei Männer oder zwei Frauen sich darauf versteifen, denselben Fehler zu machen wie die Heterosexuellen, sollen sie das tun können“, sagte er im Jahr 2005.

Anlässlich der Nationalratswahl 2008 sagte er bei einer Fernsehdiskussion auf die Frage, was er in den ersten 100 Tagen Regierung umsetzen würde, spontan „die Homo-Ehe“. Auf der Wahlparty der Grünen nannte Van der Bellen damals die Gleichstellung von Lesben und Schwulen als Grünen Grundwert, der nicht aufgegeben werden dürfe.