München: Date endete für 76-Jährigen im Krankenhaus

Mann wurde von seinem Begleiter zusammengeschlagen, seine Wohnung ausgeraubt

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Ein hoffnungsvolles Date endete für einen Münchner Pensionisten im Krankenhaus: Der Mann, den der 76-Jährige in einer Schwulenbar kennenlernte, hatte ihn in seiner Wohnung niedergeschlagen und beraubt. Nun sucht die Polizei Zeugen aus der Community.

„Gabriel“ in Schwulenbar kennengelernt

Es war Samstag abend, als der 76-Jährige in der Schwulenbar „Edelheiss“ einen Mann kennenlernte, der sich ihm gegenüber als 35-jähriger Venezolaner ausgab. Danach gingen sie zusammen in die Bar „Rendezvous“, bevor es mit der U-Bahn zur Wohnung des Pensionisten ging. Doch dann endete der Abend nicht wie geplant.

Mehr als 24 Stunden später, am Montag in der Früh, fand eine 89-jährige Bekannte des Mannes den 76-Jährigen blutüberströmt in seiner verwüsteten Wohnung. Er wurde sofort ins Krankenhaus eingeliefert, dort wird er stationär behandelt.

Schmuck im Wert von mehreren tausend Euro fehlt

Eine Erinnerung an das Ende des Abends hat der Mann nicht mehr. Eine erste Untersuchung der Wohnung ergab allerdings, dass Schmuck im Wert von mehreren tausend Euro fehlt. Ob auch weitere Gegenstände gestohlen wurden, wird derzeit geklärt.

Nun sucht die Polizei nach dem unbekannten Mann und bittet auch die Community um ihre Mithilfe: Seinem Opfer hat der mutmaßliche Täter erzählt, er hieße Gabriel, sei 35 Jahre alt und komme aus Venezuela.

Besonders auffällig: Brilliantenbesetzte Rolex

Weiters erzählte er, er sei mit einer Reisegruppe auf dem Weg nach Berlin.
Er sprach akzentfrei Englisch, aber kein Deutsch. Der Beschreibung nach ist er 170 bis 175 cm groß, sportlich, hat dunkle Augen und eine Glatze. Er hat ein gepflegtes Äußeres und war mit einem weißen Hemd und einer dunklen Hose bekleidet. Besonders auffällig an „Gabriel“ war eine mit schwarzen Brillianten besetzte Rolex. Das Armband der Uhr war mit zwei Augen besetzt.

Besonders interessiert ist die Polizei an Informationen über die angebliche Reisegruppe, von der „Gabriel“ seinem späteren Opfer erzählt hatte sowie über die auffällige Uhr. Hinweise können an das Kommissariat 21 des Polizeipräsidiums München unter der Telefonnummer +49/(0)89/2910-0 oder jeder anderen Polizeidienststelle gegeben werden.