CSD Düsseldorf: Griffen homophobe Türsteher Party-Gäste an?

Schwere Vorwürfe gegen die Sicherheitskräfte der After-Pride-Party

Stahlwerk Düsseldorf

Zu einer homophoben Auseinandersetzung soll es am Wochenende ausgerechnet bei der offiziellen After-Party des CSD Düsseldorf gekommen sein: Ein Besucher wurde eigenen Angaben zufolge beschimpft und verletzt.

Der Vorfall ereignete sich am Sonntag gegen sechs Uhr Früh bei der „Mandanzz-Party“ im Club Stahlwerk: Als er die Party verlassen wollte, hörte der 28-jährige Justin Jonas eigenen Angaben zufolge, wie ein Türsteher einen Gast als „Scheißschwuchtel” und „Arschficker” beleidigte und ihn aufforderte, sich „zu verpissen”.

Daraufhin wollte Jonas den Türsteher zur Rede stellen. Doch dieser ging schlussendlich auf den Gast los. „Ich hatte ein Glas in der Hand und er hat die Verletzung im Kauf genommen.“, schreibt er auf Facebook. Weiters soll der Security den 28-Jährigen zu Boden geworfen und auf ihn eingeprügelt haben. Dazu postete er zwei Bilder, die ihn mit zerschnittenen Handflächen zeigen.

Und das soll nicht der einzige Vorfall bei der Party gewesen sein: Über Facebook hat sich mittlerweile ein zweiter Gast gemeldet, dessen Freund gegen vier Uhr früh vom Hausmeister der Location an der Kehle gepackt und „über den Hof geschliffen“ worden sein soll. Dabei habe er blaue Flecken an Hals und Armen erlitten. Außerdem habe ein Türsteher dem Gast außerdem Schläge angedroht, wofür es auch Zeugen geben soll.

In beiden Fällen wurde mittlerweile Anzeige erstattet. Die beauftragte Sicherheitsfirma stellt die Vorfälle anders da und verweist unter anderem auf den betrunkenen Zustand der Gäste. In einem ersten offiziellen Statement hat der CSD Düsseldorf angekündigt, die Vorfällen in einem Gespräch zwischen dem Verein, dem Partyveranstalter und der Securityfirma prüfen zu wollen. Außerdem möchte der CSD-Verein zu einem klärenden Gespräch zwischen den betroffenes Gästen und den Türstehern einladen.