Caitlyn Jenner darf in Afrika nicht gezeigt werden

Nigeria protestierte gegen Ausstrahlung der Serie "I am Cait"

Caitlyn Jenner
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„I am Cait“, die Doku-Serie über Transgender-Promi Caitlyn Jenner, wird in Afrika nicht mehr zu sehen sein. Grund dafür sind Beschwerden von Zuschauern und der Regierung von Nigeria, wie der verantwortliche Sender bekanntgab.

Zu sehen war „I am Cait“ in Afrika über den Digitalsatelliten-Anbieter Multichoice, der mit seinen Sendern auf dem gesamten Kontinent vertreten ist. Nun hat er angekündigt, Cailyn Jenners Sendung werde „aus Respekt gegenüber den Ansichten der Zuseher und den unterschiedlichen regulativen Umfeldern in Afrika“ aus dem Programm genommen.

Damit kommt Multichoice unter anderem den Behörden in Nigeria entgegen: Diese hatten den Sender Medienberichten zufolge bereits aufgefordert, „I am Cait“ nicht mehr auszustrahlen. Auch einige Eltern des Landes beschwerten sich in lokalen Medien und sagten, sie wollten nicht, dass ihre Kinder das Programm sehen.

Nicht die erste Entscheidung gegen Transgender im Fernsehen

Es ist nicht die erste derartige Entscheidung der nigerianischen Behörden: Im Oktober haben sie Multichoice bereits aufgefordert, die Serie „I am Jazz“ über den transsexuellen Teenager Jazz Jennings einzustellen. Kritiker bemängeln, dass ein einziges Land so darüber bestimmen kann, was auf dem gesamten afrikanischen Kontinent zu sehen ist.

Das Klima gegenüber sexuellen Minderheiten ist in Nigeria sehr feindlich: So ist auch Homosexualität in dem afrikanischen Land verboten, für einige gleichgeschlechtliche Handlungen droht sogar die Todesstrafe.