10. Juni 2017: Der Termin für den nächsten Life Ball steht fest

FPÖ beschwert sich über Unterstützung der Stadt Wien für den HIV-Charity-Verein

Rathausplatz beim Life Ball
Life Ball/Christoph Leder

Nach einem Jahr Kreativpause gibt es nächstes Jahr wieder einen Life Ball. Das Team größten HIV-Charity der Welt hat nun auf Facebook den Termin für das nächstjährige Event bekanntgegeben: Der Ball findet am 10. Juni 2017 vorm und im Wiener Rathaus statt.

Das Motto für den Ball und die Modalitäten für den Kartenverkauf wurden noch nicht bekanntgegeben. Nach Informationen von GGG.at wird allerdings bereits an der Style Bible für den nächstjährigen Life Ball gearbeitet.

Noch internationaler, noch effizenter

Dieses Jahr hat der Life Ball pausiert. Gründer Gery Keszler hat der Veranstaltung eine Nachdenkpause verordnet: „Wir arbeiten bereits jetzt mit Hochdruck am neuen Konzept. Dabei entwickeln wir neue Strategien, um uns noch internationaler aufzustellen, wirtschaftlich noch effizienter zu arbeiten und so die Wertschöpfung – unter anderem für die Stadt Wien – noch weiter zu erhöhen“, erklärt er auf Facebook, ohne weitere Details zu nennen.

Doch in den Schlagzeilen ist der Life Ball auch dieses Jahr: Mit den Stimmen von SPÖ, Grünen, ÖVP und Neos wurde am Montag im Finanzausschuss des Wiener Gemeinderates eine Förderung von 450.000 Euro für den Verein „Aids Life“, der den Ball veranstaltet, beschlossen.

FPÖ kritisiert Förderung an Aids Life

Dass der Verein auch in dem Jahr, in dem es keinen Life Ball gibt, gefördert wird, empörte die FPÖ: „Zum Verein Aids Life bekamen wir vor der Abstimmung nur ein Blatt Papier – je höher die Subvention, desto dünner der Akt“, ärgert sich Klubchef Dominik Nepp publikumswirksam. Man wolle das Geld direkt in Aidshilfe-Projekte fließen lassen: „Wir brauchen keine Zwischenschaltung des Herrn Keszler, der dann um viel Geld Promis einfliegen lässt“, so Nepp weiter.

Doch Gery Keszler und sein Team sorgen dafür, dass Wien und das Rathaus jedes Jahr in den internationalen Medien sind. So verteidigt auch Finanzstadträtin Renate Brauner die Subvention mit dem hohen Werbewert des Life Ball und der Zeit, die für eine Neuausrichtung nötig sei.

Auch die ÖVP, die sonst ähnlichen Subventionen kritisch gegenübersteht, war für die Förderung: „Wir haben uns das gründlich angeschaut und zugestimmt, weil es um eine gute Sache geht“, erklärt die Partei gegenüber der Tageszeitung „Österreich“.

Gery Keszler: „Förderungen unterstützen HIV-Projekte“

Auf Facebook erklärte Gery Keszler, der Vater des Life Ball, warum der Verein Aids Life auch dieses Jahr eine Subvention in der Höhe von 450.000 Euro von der Stadt Wien erhalten hat. „Aids Life hat das Life Ball Team auf ein Minimum reduziert, trotzdem fallen Vorlaufkosten für den Life Ball 2017 an“, erklärt er. Außerdem veranstaltet das Team auch dieses Jahr Events wie das „Red Ribbon Celebration Concert“, das am Freitag im Burgtheater stattfindet.

Außerdem werden mit dem Geld auch jene Projekte unterstützt, die Aids Life sonst mit den Erlösen des Life Ball fördert. „HIVmobil ist ein privater Verein, der vom Fonds Soziales Wien unterstützt wird. Wir fördern diesen Verein jährlich mit 100.000 Euro – so auch im Jahr 2016, genauso wie unsere anderen nationalen Partner, zum Beispiel alle österreichische AIDS-Hilfen (allen voran die Aidshilfe Wien mit ca. 200.000 Euro), sowie den Verein Positiver Dialog, Buddy Verein, HIV Mobil usw. Dies könnten wir ohne Subvention nicht erfüllen“, so Keszler weiter.