50 Tote: IS bekennt sich zu Anschlag auf Schwulenbar in Florida

Attentäter war ein 29-jähriger Amerikaner, der dem IS-Anführer die Treue geschworen haben soll

Omar Mateen
Twitter

Die Terrororganisation „Islamischer Staat“ (IS) hat die Verantwortung für die Anschläge in einem Schwulenclub in Orlando im US-Bundesstaat Florida übernommen. Als Täter wurde der 29-jährige Omar Amir Siddiq Mateen identifiziert. Mateen ist US-amerikanischer Staatsbürger. Er wurde in New York geboren und lebte in Florida, seine Eltern kommen aus Afghanistan. Seit September 2007 hat er bei der Sicherheitsfirma G4S gearbeitet.

Bei dem Anschlag auf den Club „Pulse“ starben 50 Menschen, zumindest 53 Personen wurden verletzt. Einige von ihnen schweben noch in Lebensgefahr. Damit ist der Anschlag der schlimmste Angriff einer einzelnen Person, den die USA in jüngster Geschichte erlebt haben.

Attentäter Omar Mateen hatte die Waffen legal

Wie der Fernsehsender NBC berichtet, hat Omar Mateen vor seinem Angriff den Notruf gewählt haben. Als der diensthabende Beamte abgehoben hat, „hat er [Abu Bakr al-]Baghdadi seine Treue geschworen“, so NBC-Reporter Pete Williams.  Baghdadi ist der Anführer der Terrormiliz IS.

Wie ein Beamter des Amtes für Alkohol, Tabak und Feuerwaffen (ATF) erklärte, hatte Mateen die beiden Waffen, mit denen er den Anschlag beging, letzte Woche legal gekauft. „Er war nicht gesperrt, also konnte er legal zum Waffenhändler“, so der Beamte.

Terrorist war bereits zweimal im Visier des FBI

Für das FBI war der Attentäter kein Unbekannter, erklärte FBI-Agent Ron Hooper bei einer Pressekonferenz. „Das FBI wurde zum ersten Mal im Jahr 2013 auf Mateen aufmerksam, als er Arbeitskollegen gegenüber aufwieglerische Kommentare gemacht hat, die auf mögliche Kontakte zu Terroristen hinweisen könnten. Das FBI hat den Fall ernsthaft untersucht, inklusive Zeugeninterviews, Überwachungen und Überprüfungen von Aufzeichnungen.“ Dabei wurde auch Mateen zwei Mal befragt, allerdings ohne Ergebnis. „Die Ermittlungen wurden geschlossen“, so Hooper.

Auch im folgenden Jahr landete der spätere Terrorist im Visier des FBI. Nachdem er behauptet hatte, den Selbstmordattentäter Omar Abu Salah besser zu kennen, wurde er wieder verhört. „Wir kamen zu dem Schluss, dass der Kontakt minimal war und haben keine substanzielle Beziehung oder Gefahr zu diesem Zeitpunkt gesehen“, erklärte der Special Agent.