„Wir werden nicht besiegt werden“: Pulse in Orlando bleibt kämpferisch

Schon mehr als vier Millionen Dollar für die Opfer des Anschlags gespendet

Regenbogenflagge
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„Wir werden nicht besiegt werden“ – eine kraftvolle Botschaft hat das „Pulse“, das zum Ziel eines Terroranschlags wurde, auf Twitter gepostet. Und nicht nur die Bevölkerung von Orlando zeigt ihre Unterstützung für die Opfer und die Hinterbliebenen.

Auf ein Spendenkonto, das die LGBT-Organisation „Equality Florida“ auf der Webseite GoFundMe eingerichtet hat, spendeten bis Dienstagabend über 87.000 Menschen aus aller Welt insgesamt mehr als 3 Millionen Dollar. Die Seite selbst spendete 100.000 Dollar und verzichtete auf die Vermittlungsgebühren. Damit ist das die größte Spendenaktion in der Geschichte der Webseite.

Disney trauert um Mitarbeiter und spendet eine Million Dollar

Auch der Disney-Konzern, der in Orlando die weltbekannte „Walt Disney World“ betreibt, hat angekündigt, eine Million Dollar in den „OneOrlando“-Hilfsfonds einzuzahlen, der von Orlandos Bürgermeister Buddy Dyer gestartet wurde. Eines der Opfer, Jerry Wright, arbeitete für den Konzern. Er wurde 31 Jahre alt. Die Angestellten des Freizeitparks wurden zum Blutspenden aufgerufen, die Hotels auf dem Gelände wurden für Freunde und Familienmitglieder der Opfer geöffnet.

Auf dem OneOrlando-Konto sind mittlerweile insgesamt 2,5 Millionen Dollar an Spenden eingetroffen. Damit wurden für die Opfer des Terroranschlags schon fast sechs Millionen Dollar gespendet. Mit den Spenden wird den Opfern und den Hinterbliebenen des Terroranschlags auf das „Pulse“ geholfen: So soll für Krankenhausrechnungen, Begräbniskosten oder Therapien aufgekommen werden. In der Regel dauert es etwa ein halbes Jahr, bis die Zuwendungen aus den Hilfsfonds ausbezahlt werden.

Zahl der Toten kann in den nächsten Tagen noch steigen

Beim Terroranschlag auf die Schwulenbar „Pulse“ in Orlando im US-Bundesstaat Florida wurden 49 Gäste getötet und 53 verletzt. Noch liegen 27 Opfer im Krankenhaus, sechs davon sind in kritischem Zustand. Aus Krankenhauskreisen heißt es, dass die Zahl der Toten vermutlich in den nächsten Tagen noch ansteigen wird.

Von den 49 Leichen hat die Gerichtsmedizin bereits 20 freigegeben, damit sie von ihren Familien bestattet werden können. Die Stadt Orlando hat den Angehörigen ihre Unterstützung bei allen notwendigen Formalitäten angeboten. Die Ergebnisse der Autopsien werden vorläufig nicht veröffentlicht.