ÖAMTC kritisiert Regenbogenparade auf der Ringstraße

Will Genehmigung durch die Volksanwaltschaft prüfen lassen

ÖAMTC-Stützpunkt
ÖAMTC

Kritik an der Regenbogenparade kommt dieses Jahr von ungewohnter Seite: In einer Presseaussendung hinterfragt der Autofahrerclub ÖAMTC, ob die wichtigste Veranstaltung der österreichischen LGBT-Community auf der Ringstraße stattfinden muss.

Konkret geht es darum, dass der Ring am Samstag fast durchgängig unbefahrbar ist: Zuerst blockiert der „Marsch für Jesus“ ab 12.30 Uhr den Prachtboulevard, ab 14.00 Uhr ist die Straße für die Regenbogenparade gesperrt. In einer Presseaussendung erklärt der ÖAMTC nun, er sehe „die gleichzeitige Abhaltung mehrerer Kundgebungen rund um die Innenstadt höchst kritisch“.

ÖAMTC will Volksanwaltschaft prüfen lassen

„Konkret hinterfragt der Club die am Samstag geplante Regenbogenparade, die Teile des Rings und der Zweierlinie blockiert und den ‚Marsch für Jesus‘, der fast gleichzeitig rund um den Ring führt“, heißt es in der Aussendung des ÖAMTC weiter. Der Autofahrer-Club lasse deshalb „bei der Volksanwaltschaft prüfen, ob bei der Zulassung solcher Ereignisse die Mobilitätsbedürfnisse stärker zu berücksichtigen sind“.

Obwohl die Regenbogenparade seit Jahren ohne Probleme über die Ringstraße zieht, was dem Marsch auch eine besondere Bedeutung gibt, fordert der ÖAMTC einen „geänderten Ablauf“, durch den „die Auswirkungen auf den Individualverkehr auf ein unvermeidbares Ausmaß“ reduziert werden könnten.

Mitbewerber ARBÖ beweist mehr Fingerspitzengefühl

Dass es auch anders geht, zeigt eine Aussendung des ÖAMTC-Mitbewerbers ARBÖ zum gleichen Thema. „Der wichtigste Event der Homosexuellen, Bisexuellen und Transgender stellt außerdem ein bedeutendes Symbol für eine Kultur der Solidarität, der Akzeptanz und der Gleichberechtigung dar“, heißt es dort. Deren Empfehlung: „Wer innerstädtisch am Samstag zu tun hat, verzichtet am besten auf das eigene Fahrzeug und schont dazu noch die Umwelt, indem er auf die Wiener Öffis umsteigt.“