Polnischer Fußballfan wollte Regenbogenflagge anzünden

GGG.at exklusiv: Zwei Fans hatten sich in Fahne gehüllt - Homophober Zwischenfall beim Public Viewing am Wiener Rathausplatz

Regenbogenflagge
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Einen homophoben Zwischenfall soll es am Rande des gestrigen Public Viewing am Wiener Rathausplatz, nur wenige Meter vom Regenbogenpark entfernt, gegeben haben: Zwei polnische Fans versuchten, eine Regenbogenflagge, in die sich zwei homosexuelle Fans eingewickelt hatten, anzuzünden. Bei dem versuchten Angriff wurde niemand verletzt.

Christoph Krottmayer ist gerade mit Freundinnen und Freunden aus dem Rathaus gekommen, wo auf Einladung der Grünen Andersrum passend zur Fußball-Europameisterschaft und Regenbogenwoche das Theaterstück „Rund Eckig Schwul – Ein Fußballtheaterstück“ aufgeführt wurde. Als Fußballfans wollten sie noch kurz beim Public Viewing bleiben – doch der Aufenthalt verlief anders als geplant.

Krottmayer und eine lesbische Freundin verfolgten das Spiel in eine Regenbogenflagge gehüllt, als sich ihnen zwei polnische Fans näherten. Einer von ihnen versuchte plötzlich die Flagge, in der sich die beiden eingehüllt hatten, mit einem Feuerzeug anzuzünden. Das Glück der beiden homosexuellen Fußballfans: Die Flagge war – wie es die EU vorschreibt – nicht brennbar.

Doch Krottmayer ließ sich nicht einschüchtern: Er sah den Mann, der die Regenbogenflagge anzünden wollte, wütend an – mit so einer Reaktion dürfte der polnische Fan nicht gerechnet haben. Kleinlaut entfernte er sich von den beiden homosexuellen Fußballfans. Bei dem Zwischenfall wurde niemand verletzt, auch die Regenbogenflagge nahm keinen größeren Schaden.