Istanbul: Gouverneur verbietet Lesben- und Schwulenparade

Istanbul
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Der Gouverneur von Istanbul hat heute die jährliche Lesben- und Schwulenparade verboten, die übernächsten Sonntag stattfinden sollte. Begründet wird das Verbot mit der Sicherheit von Teilnehmern und Bürgern sowie dem Schutz der öffentlichen Ordnung.

Die Parade, die in Istanbul „Marsch des Stolzes“ heißt, sollte auf der İstiklal Caddesi, einer beliebten Einkaufsmeile stattfinden. Die Veranstalter kündigen nun rechtliche Schritte gegen das Verbot es. Es verstoße ihrer Einschätzung nach gegen die Verfassung. Die Parade ist der Höhepunkt der „Pride Week“ in Istanbul und findet seit zehn Jahren statt.

Letztes Jahr wurde die Parade vom Gouverneur mit einem Verweis auf den muslimischen Fastenmonat Ramadan erstmals verboten. Dennoch gingen tausende Teilnehmer trotz des Verbotes auf die Straße. Die Polizei setzte gegen die friedlichen Demonstranten Wasserwerfer und Tränengas ein. Auch dieses Jahr haben bereits zahlreiche Aktivisten angekündigt, trotz des Verbots für ihre Rechte marschieren zu wollen.