Franzose in München nach dem Date ausgeraubt

Eine Sauna-Bekanntschaft zeigte sich von seiner schlechten Seite

Deutsche Eiche

Anders als geplant endete für einen 33-jährigen Franzosen ein sexuelles Abenteuer in München: Der Mann, den er in der Sauna „Deutsche Eiche“ kennengelernt hatte, raubte ihn aus. Auf der Flucht ließ der Mann sein Auto zurück.

Der Franzose machte Urlaub in München. Am 14. Juni hat er sich dafür in der „Deutschen Eiche“ einquartiert, der über die Grenzen Bayerns bekannten Kombination aus Hotel, Gaststätte und Sauna. In ebendieser wolle sich der 33-Jährige auch am Abend entspannen.

Freundlichkeit nach Schäferstündchen ausgenützt

Dort lernte der Franzosen einen 37 Jahre alten Ungarn kennen. Man verstand sich und verbrachte schließlich mehrere Stunden im Hotelzimmer des 33-Jährigen. Als der Ungarn den Franzosen schließlich nach dem Schäferstündchen bittet, ihn mit dem Auto nach Hause zu fahren, willigt dieser ein.

Doch auf der Fahrt war es für den Ungarn wohl aus mit den Gefühlen. Er nahm sich Geld aus der Tasche des Franzosen und forderte noch mehr: Der Ungar setzte den Mann massiv unter Druck, vom Automaten noch mehr Geld abzuheben.

Franzose flüchtete aus seinem Auto

Als der Franzose den Ungarn aufforderte auszusteigen, trat und schubste der 37-Jährige seinen Fahrer und nahm sein Handy. In seiner Panik flüchtete der Franzose auf der Heckenstallerstraße, einem Teil des Mittleren Rings im Stadtteil Sendling, aus dem Auto. Seine Tasche und die Autoschlüssel hatte er bei sich. Später fand er den Ort nicht wieder, das Auto blieb auf der Straße stehen.

Weil der Wagen ein Verkehrshindernis darstellte, wurde das Auto am Vormittag abgeschleppt. Der Franzose erstattete erst danach Anzeige, so kam er zumindest wieder zu seinem Auto.

Nach dem Ungarn fahndet die Polizei. Aufgrund der Videoaufzeichnungen des Hotels konnte er identifiziert werden. Die Staatsanwaltschaft München I prüft, ob gegen ihn Haftbefehl beantragt wird. Der 37-Jährige soll sich ohne festen Wohnsitz in München aufhalten. „Er hat sich bei uns mal beworben, wir haben ihn aber nicht genommen“, sagte „Deutsche Eiche“-Chef Dietmar Holzapfel zur Münchner „Abendzeitung“.