Regenbogenflaggen auf der Salzburger Staatsbrücke

Auch Salzburg feiert die Pride-Woche

Gerald Forcher und Georg Djundja
SPÖ Salzburg

In Salzburg weht ab sofort die Regenbogenfahne eine Woche lang von der Staatsbrücke, der wichtigsten Verkehrsverbindung in der Innenstadt. Mit dem Hissen der Flagge anlässlich des Christopher Street Day setzt die Stadt ein Zeichen der Toleranz und Akzeptanz gegenüber Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender-Personen.

Georg Djundja, Salzburger Landesvorsitzender der sozialdemokratischen LGBT-Organisation SoHo, erinnert in diesem Zusammenhang daran, dass Homosexualität in Österreich noch 1971 verboten war: „Vor 45 Jahren wurde in Österreich das Totalverbot von Homosexualität in der ‚kleinen Strafrechtsreform‘ abgeschafft.  In den letzten Jahrzehnten wurden die gesetzlichen Rahmenbedingungen weiterhin kontinuierlich verbessert. Trotzdem haben Lesben, Schwule und Transgender noch immer nicht dieselben Rechte“, so der SoHo-Vorsitzende.

Homosexualität erst seit 45 Jahren legal

Djundja fordert die Öffnung der Ehe, die Erfassung von Hassverbrechen sowie eine Erweiterung des Diskriminierungsschutzes für sexuelle Minderheiten. Unterstützung bekommt er dabei von Gerald Forcher, Vorsitzender der sozialdemokratischen Gewerkschafter in Salzburg.

„Denn es darf nicht sein, dass im 21. Jahrhundert nach wie vor Diskriminierung aufgrund sexueller Orientierung oder Geschlechtsidentität stattfindet. Es liegt an der Bevölkerung aber auch an der Politik allen Menschen Akzeptanz entgegenzubringen – unabhängig von deren Geschlecht, Herkunft, Weltanschauung oder sexueller Orientierung!“, so Forcher.