Nach Orlando: Szenebars von Los Angeles sollen sicherer werden

Fluchtmöglichkeiten und mehr Security als Kernpunkte

Als am 12. Juni Omar Mateen einen Nachtclub in Orlando stürmte und 49 Menschen erschoss, hat sich die Welt für Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender geändert. Und auch für die Besitzer der Lokale, die sie besuchen: In den USA verschärfen Szenebars seitdem ihre Sicherheitsvorkehrungen. In Los Angeles gab es ein erstes Treffen zwischen den Betreibern der Lokale und den Sicherheitskräften.

Wie das Szeneportal „Advocate“ berichtet, haben sich auf Initiative des Los Angeles LGBT Center Betreiber zahlreicher Szenelokale und Schwulensaunas in West Hollywood, unter ihnen „Akbar“, „Faultline“, „Hamburger Mary’s“, „Micky‘s“, „The Abbey“, „The Eagle“, „Oil Can Harry’s“, „Melrose Spa“, „North Hollywood Spa“, und „Slammer“, mit Verantwortlichen der Polizei und der Feuerwehr von Los Angeles getroffen.

Polizei gibt Tipps zu möglichen Fluchtrouten

Bei dem Treffen haben die Beamten einen 31-seitigen Ratgeber mit dem Titel „Best Practices for Nightlife Establishment“ an die Besitzer und Geschäftsführer der Lokale verteilt, bei dem die Polizei Tipps zu möglichen Fluchtrouten gibt und erklärt, wie viel Sicherheitspersonal nötig ist.

Besonders problematisch sieht die Polizei, dass Lokale wie „Micky‘s“ oder „The Abbey“ einen straßenseitigen Außenbereich auf dem Santa Monica Boulevard haben, auf dem sich Gäste treffen. Die Polizei von Los Angeles arbeitet hier an einem Konzept, auch Gastgärten sicher zu machen.

Holly Perez, Sheriff von West Hollywood, hatte bereits zuvor die Betreiber der Lokale aufgefordert, für die Sicherheit der Angestellten und Gäste zu sorgen. Dazu gehören auch Möglichkeiten, sich im Ernstfall verstecken oder flüchten zu können: Viele Opfer des Anschlags in Orlando konnten nicht aus dem kleinen Nachtclub fliehen.