Warum Pokémon Go seine User in die Schwulensauna treibt

An einigen Orten in den USA bekommt die Suche nach "Pokéballs" eine vollkommen neue und unerwartete Bedeutung...

Pokémon Gay
Symbolbild - privat

Ungewöhnlichen Besuch bekommen seit dem Start von „Pokémon Go“ einige Schwulenbars, Herrensaunen oder Sexclubs in den USA: Denn solche Etablissements scheinen sich hervorragend zu eignen, um Pokéballs zu sammeln oder für die eigenen Figuren als Gym zu dienen.

Pokéballs finden, wo andere Sex suchen

Wer glaubt, ein Friedhof als Arena für Pokémons wäre außergewöhnlich, wird sich wundern, wenn er hört, wo sich ganz viele Freuden für die Spieler verstecken: So gibt es in etlichen Schwulenbars, Nachtclubs, Saunen oder Pornoläden Pokéballs zu finden.

Dazu zählen unter anderem das „Dallas Eagle“, eine Bar wie viele mit ähnlichem Namen, „Club Z“, eine Schwulensauna in Seattle oder das „Nob Hill Adult Theater“, das auch nicht unbedingt wegen seiner qualitativ hochwertigen Filme bekannt ist.

Möglich wurde das, weil die Plätze von einer früheren App des Herstellers Niantic übernommen wurde: Bei „Ingress“ konnten Spieler Fixpunkte und Sehenswürdigkeiten wie Kirchen markieren. Diese Daten tauchten dann bei „Pokémon Go“ wieder als Pokéstops auf.

Hier findet man wohl nicht nur Pokémons…

Und nachdem einige „Ingress“-Spieler auch Fixpunkte der schwulen Community ihrer Stadt markiert hatten, muss sich der geneigte Pokémon-Fan nun unter Umständen in eine Lederbar begeben, um seinen Vorrat an Pokébällen auffüllen zu können.

Derzeit entfernt Niantic Pokéstops nur dann, wenn sie an lebensgefährlichen Orten zu finden sind. Schwulenbars, Sexclubs oder Herrensaunen gehören offenbar nicht dazu. Was User auf Reddit zu entsprechenden Kommentaren veranlasst – zum Beispiel: „Ich habe hier einen Zungschleck gefunden…“