Berlin: Faustschläge und Pfefferspray gegen drei Schwule

Angriff am S- und U-Bahnhof Alexanderplatz am Freitag

Berlin, Alexanderplatz
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Erneut gab es an diesem Wochenende in Berlin einen Überfall mit schwulenfeindlichem Hintergrund: Am Freitagabend sind drei junge Männer im am Alexanderplatz geschlagen und mit Pfefferspray besprüht worden. Grund für den Angriff soll die Homosexualität der Opfer gewesen sein.

Streit wegen Homosexualität

Ersten Ermittlungen zufolge waren ein 18-, ein 19- und ein 30-Jähriger am Freitag gegen 22.20 Uhr in der Vorhalle des S- und U-Bahnhofs Alexanderplatz unterwegs. Dort gerieten sie in einen Streit mit vier Männern. Grund dafür soll die Homosexualität der Angegriffenen gewesen sein.

Der Streit eskalierte: Nach den Worten flogen die Fäuste, die Tatverdächtigen sollen ihre Opfer mehrmals mit ihren Fäusten ins Gesicht geschlagen haben. Bevor sie flüchteten, sprühten sie noch Pfefferspray auf die drei schwulen Männer.

Opfer wurden noch vor Ort von Sanitätern versorgt

Die Opfer erlitten Verletzungen, die noch vor Ort von Rettungskräften versorgt werden konnten. Ihren Angaben zufolge war der einzige Grund, warum sie angegriffen wurden, ihre Homosexualität. Der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamts Berlin hat die weiteren Ermittlungen übernommen.

Die Zahl der Angriffe gegen schwule Männer in Berlin ist angestiegen. Das zeigt auch die offizielle Kriminalstatistik der Polizei, die vor wenigen Wochen veröffentlicht wurde. Zuletzt wurden nach dem CSD Berlin insgesamt drei Besucher auf dem Weg nach Hause angegriffen.