Österreicher glauben, dass Lesben und Schwule diskriminiert werden

Auch bei der Akzeptanz von Regenbogenfamilien in Österreich sind die Befragten skeptisch

Regenbogenfamile
Symbolbild - Fotolia

Eine Mehrheit der Österreicher steht homosexuellen Eltern gegenüber positiv und aufgeschlossen gegenüber – glaubt aber, dass es die restliche Gesellschaft nicht ist. Ähnlich ist die Einstellung gegenüber Lesben und Schwulen allgemein. Das geht aus einer aktuellen Umfrage im Auftrag des Familienministeriums hervor.

Befragte mögen Regenbogenfamilien – glauben aber nicht, dass es andere auch tun

Für den Hauptteil der Umfrage hat das Institut Mindtake tausend Österreicher repräsentativ ausgewählt und online befragt. Dabei wurden ihnen Fotos von Familiensituationen gezeigt und die Befragten wurden gebeten, diese Bilder für sich persönlich zu bewerten und eine Einschätzung über die Akzeptanz dieses Bildes in der Gesellschaft abzugeben.

Beim Bild eines homosexuellen Paares mit Kind klafften die Werte besonders stark auseinander: So sehen 48 Prozent der Befragten schwule und lesbische Eltern selbst als „positiv“ oder „sehr positiv“. Allerdings glauben insgesamt 68 Prozent, dass sie österreichische Gesellschaft dieses Paar eher oder gar nicht akzeptiert.

Werden Lesben und Schwule besonders oft diskriminiert?

In einem zweiten Themenblock wollte das Meinungsforschungsinstitut wissen, welche Personengruppen nach Meinung der Befragten in Österreich diskriminiert werden. Hier kamen Lesben und Schwule mit 57 Prozent auf den ersten Platz, noch vor Flüchtlingen mit 53 Prozent oder Ausländer aus muslimischen Ländern mit 52 Prozent.

Auf Basis dieses Ergebnisses möchte das Familienministerium nun in einer Kampagne gegen diese Vorurteile kämpfen, kündigt Ministerin Sophie Karmasin an: „So bunt und vielfältig die Lebensentwürfe der Österreicherinnen und Österreich sind, so breit muss auch die Akzeptanz der Menschen sein. Nur ein buntes Österreich ist ein familienfreundliches Österreich“