Türkische Gemeinde marschiert auch beim CSD Hamburg mit

Flagge Hamburg
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Nach der erfolgreich verlaufenen Premiere beim CSD Stuttgart in der letzten Woche will die Türkische Gemeinde nun auch am Samstag beim Hamburger Christopher Street Day für die Rechte sexueller Minderheiten mitmarschieren.

„Eintreten für Minderheiten-Rechte ist uns ein Anliegen“

„Das Eintreten für gleiche Rechte von Minderheiten ist uns ein Anliegen. Dazu gehören auch die Gleichstellung von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender“, so Nebahat Güçlü, Vorsitzende der Türkischen Gemeinde Hamburg. „Uns ist bewusst, dass wir als Vorstand damit in unserer Gemeinde einen wichtigen aber auch provokativen Schritt machen, der auch negative Reaktionen auslösen könnte. Trotzdem halten wir es für wichtig und richtig, sich aller Art von Diskriminierungen in unserer Gesellschaft entgegenzustellen und stellen uns auch der Diskussion innerhalb unserer Organisation.“

Die Organisatoren des CSD Hamburg freuen sich über den Zuwachs: „Das ist ein mutiger und wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Wir heißen die Türkische Gemeinde beim CSD willkommen. Mit unserem diesjährigen CSD-Motto ‚Normal ist, wer Menschen achtet’ schauen wir ganz bewusst über den Tellerrand unserer eigenen Community hinaus“, so Stefan Mielchen, der Erste Vorsitzender des Veranstaltervereins.

Teilnahme beim CSD Stuttgart war ein voller Erfolg

„Eine der größten gesellschaftlichen Herausforderungen sei es, „das Zusammenleben in unserer Gesellschaft so zu verhandeln und zu gestalten, dass es keine Rolle spielt, woher jemand kommt oder wen jemand liebt. Das geht nur miteinander, und deshalb freuen wir uns über Solidarität, die wir auch gerne zurückgeben“, so Mielchen weiter.

Beim CSD Stuttgart am 30. Juli marschierte die Türkische Gemeinde Baden-Württemberg hinter einem Banner mit der Aufschrift „Andrej ist anders und Selma liebt Sandra“. Die Teilnehme an der Parade ist der bisherige Höhepunkt des im letzten Jahr gestarteten Projekts zu „Kultursensible sexueller Orientierung“.