Italienische Schwimmerin widmet Olympia-Silber ihrer Freundin

Rachele Bruni spricht erstmals in der Öffentlichkeit über ihre Beziehung

Rachele Bruni und Diletta Faina
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Die italienische Langstreckenschwimmerin Rachele Bruni hat Silber am Montag im Bewerb über 10 Kilometer gewonnen. Die Medaille hat sie ihrer Freundin gewidmet – und sich damit zum ersten Mal öffentlich als lesbisch geoutet.

In der Zeit von 1:56:49 hat Bruni ihren Bewerb beendet, hinter der Niederländerin Sharon van Rouwendaal. „Ich widme diesen Sieg meiner Familie, meinem Trainer und meiner Diletta, die mir gefolgt sind und mich unterstützt haben“, sagte Bruni nach dem Bewerb gegenüber Journalisten im Italienischen Haus. Sie ist in einer Beziehung mit Diletta Faina, die mit der Langstreckenschwimmerin nach Rio gereist ist, um sie zu unterstützen. Damit ist sie die einizige offen homosexuelle Athletin im italienischen Team.

„Ich hatte nie ein großes Coming Out“

„Ich habe es immer selbstverständlich gelebt, ohne Probleme. Ich hatte nie ein großes Coming Out. Ohne Zweifel gibt es Menschen, die zu viele Vorurteile haben, aber ich lebe in Frieden. Ich denke nicht über die Vorurteile nach, ich lebe mein Leben, mit meiner Leidenschaft fürs Schwimmen und die Menschen, die mich lieben“, erklärte Rachele Bruni den Journalisten weiter.

Bruni ist eine der besten Langstreckenschwimmerinnen der Welt: Sie ist achtfache Europameisterin und zehnfache italienische Meisterin – doch eine Olympiamedaille blieb ihr bis jetzt verwehrt.