Erneut LGBT-feindlicher Überfall in Berlin

19-Jähriger wurde geschlagen, weil er wie eine Frau aussah

Symbolbild: Blaulicht - Archiv
Symbolbild - Archiv

In Berlin kam es in der Nacht zum Mittwoch erneut zu einem Fall von Gewalt gegen sexuelle Minderheiten: Am Alexanderplatz ist ein 19-Jähriger, der Frauenkleidung trug, getreten worden. Der mutmaßliche Täter konnte vorläufig festgenommen.

Kurz vor Mitternacht trat ein Unbekannter an den 19-jährigen, der laut Polizeibericht wie eine Frau aussah und Frauenkleidung trug, von hinten heran und sprach ihn an. Als dieser allerdings bemerkte, dass der Angesprochene ein Mann ist, wurde er gewalttätig: Er schlug dem 19-Jährigen mit der Hand ins Gesicht und mit dem Fuß gegen die Brust, während er ihn gleichzeitig beschimpfte.

Verdächtiger konnte auf der Stelle festgenommen werden

Die alarmierten Polizisten konnten kurz darauf einen Verdächtigen festnehmen. Dabei handelte es sich ebenfalls um einen 19-Jährigen. Gegen ihn wird wegen des Verdachts der Körperverletzung und der Beleidigung ermittelt. Für ihn gilt die Unschuldsvermutung.

Wie schwer das Opfer verletzt wurde, bleibt unklar: Der geschlagene 19-Jährige lehnte eine ärztliche Behandlung ab.

Es ist nicht der erste Vorfall dieser Art auf dem Berliner Alexanderplatz: Zu Beginn des Monats wurden drei junge Männer in der Vorhalle des S- und U-Bahnhofs Alexanderplatz geschlagen und mit Pfefferspray verletzt, weil sie schwul waren. Etwa eine Woche später wurde ein schwules Paar von zwei Angreifern beleidigt und bedroht.