Blowjob mit Schüler: Junger Lehrer vor Gericht

In Eisenstadt war heute ein 30-jähriger Pädagoge angeklagt, Sex mit einem Maturanten gehabt zu haben

Justitia
Symbolbild - Archiv

In Eisenstadt stand heute ein junger Gymnasialprofessor vor Gericht, weil er mit einem Maturanten in der Pause Oralsex hatte. Der Lehrer wurde zur Zahlung einer Diversion von insgesamt 6.500 Euro verurteilt, auch darf er in den nächsten Jahren nicht mit Schülern arbeiten.

Internet-Flirt mit einem Schüler endet mit Oralsex

Übers Internet hatte der 29-jährige Mittelschulprofessor im Vorjahr den damals fast 18 Jahre alten Jugendlichen kennengelernt – seiner Aussage zufolge am Anfang ohne zu wissen, dass er Schüler jenes Gymnasiums im Nordburgenland sei, in dem er unterrichtet. Während einer Pause kam es dann schließlich zu den Intimitäten zwischen Lehrer und Schüler.

Außerdem warf die Staatsanwaltschaft dem Pädagogen vor, zwei weitere Schüler des Maturajahrganges dazu aufgefordert zu haben, Nacktfotos von sich selbst zu machen und ihm zu schicken. Der Fall kam ins Rollen, nachdem zwei ehemalige Schüler den Professor angezeigt hatten.

Lehrer bekennt sich teilweise schwuldig

Der Lehrer bekannte sich in diesen beiden Anklagepunkten, Missbrauch eines Autoritätsverhältnisses sowie Herstellung und Überlassung von pornografischen Darstellungen, schuldig.

Von sich wies der heute 30-Jährige den Vorwurf der Nötigung: Laut Staatsanwaltschaft soll der junge Professor versucht haben, Zeugen bei ihrer Aussage zu beeinflussen. Der Angeklagte entgegnete, bei einem Gespräch einige Wochen nach der Matura wollte er nur von einem anderen Schüler wissen, was in der Schule über ihn geredet werde.

Staatsanwalt gegen Diversion

Der Verteidiger schlug Einzelrichter Wolfgang Rauter vor, das Verfahren durch Zahlung einer Diversion für die unstrittigen Anklagepunkte zu beenden. Der Staatsanwalt hielt entgegen, dass aus „generalpräventiven Gründen“ eine Diversion nicht angebracht sei.

Doch der Richter war der Meinung, dass man auch mit einer „deftigen“ Geldstrafe zeige, „dass so etwas nicht zu akzeptieren ist“: Der Pädagoge wurde zu einer Zahlung von insgesamt 6.500 Euro verurteilt. Vom Angeklagten verlangte der Richter eine Erklärung, dass dieser zumindest in den nächsten drei Jahren nicht in den Schuldienst gehe. Vom Vorwurf der Nötigung wurde der Mann freigesprochen.

Richter: „Distanz wahren, junger Mann“

„Schade um sie als Mittelschulprofessor“, sagte der Richter zum Beschuldigten, sei er doch nach Meinung der Kollegen „ein sehr guter Mittelschullehrer“ gewesen. Dennoch müsse man dafür sorgen, „dass zwischen Lehrern und Schülern jene Distanz aufrechterhalten bleibt, die geboten ist“, so Richter Rauter.

Der 30-jährige Pädagoge arbeitet nun im IT-Bereich. Sein befristeter Vertrag als Lehrer sei nach dem Auslaufen nicht mehr verlängert worden. Zum Schluss gab es noch einen Rat des Richters an den Pädagogen: „Distanz wahren, junger Mann“.