Song Contest: Entscheidung über Host City verschoben

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EBU

Der Song Contest in der Ukraine beginnt mit einem Fehlstart: Eigentlich hätte der Ukrainische Rundfunk NTU heute bekanntgeben sollen, in welcher Stadt nächstes Jahr der Eurovision Song Contest stattfindet. Doch in letzter Minute wurde die Entscheidung abgeblasen.

Für 14.00 Uhr war die entsprechende Pressekonferenz angekündigt – keine zehn Minuten vorher teilte die Europäische Rundfunk-Union EBU offiziell mit, dass die Bekanntgabe verschoben wurde. Ein neuer Termin wurde zunächst nicht genannt. Als Begründung wurden „einige letzte Details, die Beratungen erfordern“ genannt. Um die Austragung des Bewerbs rittern die Hauptstadt Kiew, Dnipro und die Hafenstadt Odessa.

Es handle sich um „die sensibelste Entscheidung, die über den Wettbewerb 2017 getroffen wird, und man muss sich die notwendige Zeit nehmen, um sicherzustellen, dass die richtige Host City ausgewählt wird“, heißt es in der offiziellen Stellungnahme.

Kiew, Dnipro oder Odessa?

In der Hauptstadt Kiew fand bereits im Jahr 2005 der Song Contest statt, nachdem in Istanbul Ruslana mit „Wild Dances“ gewonnen hatte. Als Veranstaltungsort für den Bewerb ist hier das Internationale Messezentrum vorgesehen, die größte Location ihrer Art in der Ukraine. Sie würde 11.000 Besuchern Platz machen.

Zweite Teilnehmerstadt im Kampf um das Finale ist das 1776 gegründete Dnipro – besser bekannt unter seinem traditionellen Namen Dnipropetrowsk, der im Mai auf die kürzere Version geändert wurde. Hier würde der Song Contest in der EuroArena stattfinden, die gerade gebaut wird und bis zu 9.500 Zusehern Platz bieten würde.

Dritte Stadt im Bunde der Kandidaten ist Odessa am Schwarzen Meer. Der international bekannte Tourismusort würde den Song Contest im Chornomorets-Stadion austragen, das rund 10.000 Besucher fasst. Dafür würde das Stadion ein Dach bekommen.

In einer ersten Stellungnahme hat der Generaldirektor des ukrainischen Rundfunks NTU über Twitter gemeint, sowohl Kiew als auch Odessa hätten Vor- und Nachteile. Von Dnipro war in dem Tweet keine Rede, auch mit nähreren Informationen hielt er sich zurück.

Die Ukraine hat den diesjährigen Song Contest in Stockholm gewonnen. Den Sieg holte Jamala mit ihrem Titel „1944“, in dem es um das Schicksal ihrer Familie geht.