Salzsäure im Gleitgelspender: Australier verhaftet

Aarows Club

Im australischen Sydney soll am Samstag ein 62-Jähriger in einem schwulen Sex-Club Salzsäure in die dort aufgestellten Gleitgel-Spender gefüllt haben. Nun wird wegen versuchter Körperverletzung gegen den Mann ermittelt.

Wie der australische Rundfunk ABC berichtet, hat der Tatverdächtige am Samstag den „Aarows Club“, der in einem Industrieviertel liegt, besucht. Dabei handelt es sich um einen 24 Stunden geöffneten „Gay and Bi Social Club“ der seiner Webseite zufolge auf drei Stockwerken „Abenteuer für Erwachsene” anbietet. In einer der Cruising-Kabinen hat er die Säure in den Gleitgel-Spender gefüllt.

Nicht der erste Vorfall dieser Art

Da es vor einigen Wochen schon ähnliche Vorfälle in dem Club gab, waren die Spender allerdings mit einem Alarm ausgestattet. Eine dieser Warnvorrichtungen schlug an: Die Sicherheitsleute des Lokals konnten den 62-Jährigen auf frischer Tat ertappen und die Polizei verständigen. Diese hat den Mann dann vorläufig festgenommen. Er kam gegen Kaution wieder frei. Sein Verfahren soll am 20. September beginnen.

Bei einer Analyse wurde in dem Spender tatsächlich Salzsäure gefunden. Durch das schnelle Eingreifen des Sicherheitspersonals wurde bei dem versuchten Anschlag niemand verletzt.

Kein Hinweis auf das Motiv des Täters

Der mutmaßliche Täter wurde unter anderem wegen versuchter Körperverletzung, Betreten eines Gebäudes mit der Absicht einer strafbaren Handlung und Fahrens ohne Führerschein angezeigt. Über das Motiv des 62-Jährigen ist nichts bekannt. Nach Angaben eines Polizeisprechers gebe es bis jetzt „keine Anzeichnen, dass Hass eine Motivation war“.

Auf der Haut kann Salzsäure je nach Konzentration Rötungen, Blasen, brennende Schmerzen und schwere Verätzungen hervorrufen. Auf den Schleimhäuten, die mit dem Gleitgel normalerweise in Kontakt treten, können diese Verletzungen gravierender sein.