[Galerie] Die nicht alltägliche Poesie von Latex und Gummi

"Transformation" von G. Elliot Simpson

Bruno Gmünder Verlag

Fetisch-Fotografie – das ist oft nur eine Wiederholung bekannter Klischees. Oder, es ist die ernüchternde Erkenntnis, dass viele Männer zwar aussehen wollen wie aus einem „Tom of Finland“-Bild, es aber nicht tun. Der kanadische Fotograf G. Elliot Simpson geht hier einen anderen Weg.

Auch seine Fetisch-Bilder sind düster, aber perfekt inszeniert. Er konzentriert sich auf Gummi und Latex, und er weiß, wie er die schwierig zu fotografierenden Materialien perfekt in Szene setzt.

Mit einem eigenen Stil zur Meisterklasse

Der Hintergrund ist in bewegtem Grau, wo andere einfach nur auf schwarz setzen. Das Licht ist präzise gesetzt, die Models sorgfältig ausgewählt. Ihre Posen, ihre Outfits – all das sind bewusste Entscheidungen des Fotografen.

Die Models haben keine eigene Persönlichkeit mehr, sie werden zu künstlichen Kreaturen aus Gummi und Latex – wie aus einer anderen Welt. Das mag auf den ersten Blick verstörend wirken, doch dann überwiegt die Faszination an diesen Bildern.

Vielleicht macht das G. Elliot Simpson zu einem der großen Namen in der schwulen Fetisch-Fotografie. Eigentlich ein Wunder, dass der Bruno Gmünder Verlag mit „Transformation“ in den nächsten Tagen seine erste Monografie herausgibt. Der Termin passt perfekt: In Berlin ist dieses Wochenende das Folsom Berlin Straßenfest – und in den nahegelegenen schwulen Buchhandlungen ist dieses Werk sicher schnell vergriffen.

Denn eines steht schon jetzt fest: Trotz des hohen Preises von fast 50 Euro wird „Transformation“ ein zeitloser Klassiker der schwulen Fetisch-Fotografie werden. Ein Buch, das sich jeder, der eine Vorliebe für Latex und Gummi hat, kaufen sollte.