Terroranschlag von IS-Sympathisanten auf Gay-Disco vereitelt

Zwei Marokkaner wollten im französischen Metz ein Blutbad anrichten

L'Endroit
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In Frankreich ist offenbar ein Anschlag auf einen bei Lesben und Schwulen beliebten Club vereitelt worden: Wie erst jetzt bekannt wurde, wurden Ende August zwei junge Marokkaner festgenommen, die mehrere Anschläge in der Innenstadt von Metz geplant haben sollen. Dabei wollten sie so viele Menschen wie möglich töten. Das berichtet eine marokkanische Zeitung unter Berufung auf das dortige Innenministerium.

Vorbild: Anschläge von Paris und Nizza

Als Vorbild haben sich die 19 und 26 Jahre alten IS-Sympathisanten offenbar die Pariser Attentate vom November und den LKW-Anschlag in Nizza genommen. In der letzten Woche der Sommerferien wollten sie mit Waffen und Fahrzeugen mehrere Terroranschläge im Zentrum der 120.000 Einwohner zählenden Stadt verüben.

Unter den Zielen soll auch der bei Schwulen und Lesben beliebte Club „L’Endroit“ gewesen sein. Weitere Ziele wären ein großes Restaurant in der Innenstadt und der Platz der Republik in Metz gewesen. Darüber hinaus sollen die beiden Marokkaner auch Anschläge in anderen französischen Städten geplant haben.

Beide Verdächtige wurden nach Marokko abgeschoben

Das berichtet die marokkanische Zeitung „Assabah“ in ihrer Samstags-Ausgabe. Der französische Innenminister Bernard Cazeneuve hat diese Informationen mittlerweile bestätigt. Einer der beiden Männer wurde demnach von den Behörden als Terrorverdächtiger geführt. Außerdem gab es Hinweise aus der Bevölkerung, so das Innenministerium.

Medienberichten zufolge wohnten die beiden Marokkaner in der Rue de Paris unmittelbar an der Metzer Universitäts-Insel „Ile de Saulcy“. Die Wohnungen der beiden Männer wurden durchsucht, ihre Computer beschlagnahmt. Am 26. August wurden die Verdächtigen nach Marokko abgeschoben. Dort wurden sie vom Geheimdienst verhaftet.

Metz liegt im Nordosten Frankreichs, etwa 50 Kilometer von der deutschen Grenze und 70 Kilometer von Saarbrücken entfernt.