Absolutely Fabulous ab morgen im Kino

Absolutely Fabulous - Der Film
2016 Twentieth Century Fox

Lange ist er von Fans erwartet worden – nun hat er es auch bei uns auf die große Leinwand geschafft: „Absolutely Fabulous – Der Film“ startet morgen, Freitag, in unseren Kinos. Herausgekommen ist eine opulente Komödie, die vor allem eingefleischte Fans zu Begeisterungsstürmen hinreißen wird. Wer noch nicht in das AbFab-Universum eingetaucht ist, dem könnte es im Kino über einige Strecken langweilig werden.

Und wieder scheitert eine Idee an Eddie Tollpatschigkeit

Die Handlung des Films ist schnell erzählt: Auf der Suche nach Ruhm, Anerkennung, und einer neuen Einnahmequelle jagt Edina Monsoon, gespielt von Jennifer Saunders, dem Topmodel Kate Moss nach. Die sucht gerade eine neue PR-Agentin, und diesen Job möchte Eddie ihrer ewigen Konkurrentin Claudia Bing wegschnappen.

Allerdings stößt Eddie Kate Moss beim Versuch, sie für sich zu gewinnen, versehentlich in die Themse. Dadurch wird sie zur meistgehassten Person Londons und muss flüchten. Eddie und Patsy flüchten an die französische Riviera. Dort suchen sie nach Männern und Frauen, die ihr Luxusleben finanzieren wollen. Dummerweise nehmen sie dabei Saffies Tochter Lola mit – die darüber wenig begeistert ist…

Everybody’s there, everybody!

Was den Film zum Highlight macht, ist die Besetzung: Neben den „4 J’s“ – „Eddie“ Jennifer Saunders, „Patsy“ Joanna Lumley, „Mutter“ June Whitfield und „Saffie“ Julia Sawallah – treten so ziemlich alle Personen auf, die in den letzten zwanzig Jahren eine Rolle im AbFab-Univesum gespielt haben. Zahlreiche Anspielungen auf die Serie sorgen dafür, dass sich der geneigte Fan gleich zu Hause fühlt.

Zusätzlich gibt es das, was Edina am meisten entzückt: Names, Names, Names. Außer Kate Moss treten in dem Film auch Cara Delevingne, Chris Colfer, Emma Bunton, Jerry Hall, Joan Collins, Jon Hamm, Jean-Paul Gaultier, Perez Hilton, Rebel Wilson, Ruby Wax oder Stella McCartney auf – um nur einige zu nennen.

Der Film ist besser als erwartet – im Original

Herausgekommen ist dabei ein Feuerwerk der klassischen AbFab-Pointen im Kinoformat. Und wie so oft: Nicht alles, was über 25 Minuten funktioniert, läuft auch einen ganzen Film lang. Das sorgt für Schwächen in der Handlung. Und auch, ob hier die Satire mittlerweile die Realität eingeholt hat, sei dahingestellt.

Aber gut, Jennifer Saunders, die auch das Drehbuch geschrieben hat, wollte damit ja auch keinen Oscar gewinnen. Stattdessen ist es ihr gelungen, den seit über 20 Jahren andauernden Kult über „Absolutely Fabulous“ neu zu entfachen und weiterzuentwickeln. Herausgekommen ist ein Film, den man als Fan der Serie sehen muss. Für einen Kino-Abend mit der schwulen Clique ist „Absolutely Fabulous – der Film“ die perfekte Wahl.

Doch eine Einschränkung gibt es: Wenn möglich, sollte man auf die deutsche Übersetzung verzichten. Auch, wenn Conchita Wurst und Jorge Gonzales kleine Synchronrollen übernommen haben – den originalen Wortwitz und die überragende schauspielerische Leistung von Joanna Lumley kann man nur im Original genießen.