Tod des LGBT-Aktivisten Kaj Heino war kein Mord

Kaj Heino
privat

Der Tod des skandinavischen LGBT-Aktivisten Kaj Heino war kein Verbrechen. Das hat nun Katharina Bergstrom, Sprecherin der Staatsanwaltschaft in Stockholm bekannt gegeben.

Heino wurde in der Nacht auf Dienstag von der Ambulanz in einer Wohnung in Södermalm, einem Bezirk von Stockholm, verletzt gefunden. Wenig später erlag er seinen Verletzungen.

Im Zusammenhang mit dem Tod des 44-Jährigen wurde ein weiterer Mann, der sich in der Wohnung befunden hatte, vorläufig festgenommen. Die Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen wegen Mordes eingeleitet – und nun wieder niedergelegt.

Die Autopsie hatte ergeben, dass Kaj Heino nicht zum Opfer eines Verbrechens wurde, so Bergstrom. Aus Rücksicht auf die Privatsphäre des Verstobenen wollte sie gegenüber den Medien keine weiteren Details über die Umstände seines Todes nennen. Der Verdächtige wurde bereits aus der Untersuchungshaft entlassen.

Kaj Heino war in Finnland und Schweden mehr als 30 Jahre für die LGBT-Community aktiv. So war er unter anderem zwei Jahre im Vorstand der Göteborger LGBT-Organisation RFSL und engagierte sich dort besonders im Bereich der HIV-Prävention. Als aktives Community der schwulen Fetisch-Community war er auch vier Jahre lang Vorsitzender des SLM Göteborg.