Transportierte Claus-Brunner eine Leiche mit der Sackkarre durch Berlin?

Neue Details rund um den Tod des Piraten-Politikers werden bekannt

Gerwald Claus-Brunner
A. Savin/Wikimedia - CC BY-SA 3.0

Immer mehr Details werden rund um den Tod des Berliner Piraten-Abgeordneten Gerwald Claus-Brunner bekannt: Der 44-Jährige Politiker wurde am Montag tot in seiner Wohnung gefunden, nachdem er sich das Leben genommen hat. Neben ihm wurde eine zweite Leiche gefunden, die offenbar schon länger tot war.

Opfer dürfte Claus-Brunner wegen Stalkings angezeigt haben

Bei dem Mann dürfte es sich um einen 27-Jährigen handeln, der früher im Wahlkampfbüro von Claus-Brunner gearbeitet hat. Der Abgeordnete soll ihn mehrmals belästigt haben, im Juni 2016 soll der Politiker sogar wegen Stalkings angezeigt worden sein. Die beiden Männer sollen sich seit fünf Jahren gekannt haben.

Eine genaue Identifizierung des Mannes war noch nicht möglich. Dazu ist die Leiche zu stark verwest. Die Polizei fand den Körper nackt und mit Kabelbindern gefesselt in der Wohnung von Claus-Brunner im Stadtteil Steglitz. „Den Einsatzkräften bot sich in der Wohnung in der Schönhauser Straße ein schauriges Bild“, zitiert die Berliner Boulevardzeitung „B.Z.“ einen Polizeisprecher.

Die Leicht war nackt, mit Kabelbindern gefesselt und stark verwest

Ersten Ermittlungen zufolge soll Claus-Brunner den Mann in dessen Wohnung im Berliner Stadtteil Wedding umgebracht haben. Medien berichten auch von einem Missbrauch des Opfers, das konnte die mittlerweile durchgeführte Obduktion zunächst nicht bestätigen. Todesursache soll stumpfe Gewalteinwirkung auf den Oberkörper gewesen sein. In dessen Wohnung fanden die Beamten außerdem große Blutmengen.

Anschließend soll Claus-Brunner die Leiche ersten Ermittlungen zufolge mit einer Sackkarre in seine Wohnung in der Schönhauser Straße gebracht haben. Wann er sich dort mit einem Stromschlag das Leben genommen hat, ist unklar. Nachbarn wollen den Politiker noch Samstagnachmittag lebend gesehen haben.

Rätsel geben auch Nachrichten über eine unheilbare Krankheit von Gerwald Claus-Brunner auf, an der er nach Informationen aus der Piratenpartei gelitten haben soll. Einem Bekannten soll er gesagt haben, er leide an Hämophagozytischer Lymphohistiozytose, einem Gendefekt, der zu multiplem Organversagen führt, und habe nur noch ein Jahr zu leben. Auch diese Information konnte durch die Obduktion allerdings nicht bestätigt werden.